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Der Prignitzer

12. Dezember 2017 | 22:42 Uhr

Perleberg : Perspektivwechsel im Ausschuss

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Sechstklässler der Rolandschule beteiligen sich an Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung und brachten frischen Wind in Sitzung

von
erstellt am 26.Sep.2014 | 22:03 Uhr

Ein frischer Wind wehte am Donnerstagabend durch den großen Sitzungssaal des Rathauses – im übertragenen Sinn. Die Publikumsplätze waren zur öffentlichen Sitzung des Hauptausschusses der Stadtverordnetenversammlung gut gefüllt. Das ist an sich nichts Ungewöhnliches. Diejenigen, die dort saßen, waren allerdings fast ausnahmslos Mädchen und Jungen aus den Klassen 6 a und b der Rolandschule.

Wie Heike Pankow, stellvertretende Schulleiterin erläutert, nehmen die Schüler derzeit am Wettbewerb „Hier wird Politik gemacht“ der Bundeszentrale für politische Bildung teil. „Das passt sehr gut in den Schulrahmenplan und wir können das ansonsten eher trockene Thema ,Demokratie’ dadurch sehr lebendig und anschaulich gestalten“, berichtet die Pädagogin.

Der Effekt, der sich am Donnerstagabend einstellte, brachte allerdings wohl nicht nur etwas für die Schüler: Als es darum ging, die Inhalte der jeweiligen Beschlussvorlagen zu präsentieren, nahmen die verantwortlichen Verwaltungsmitarbeiter sofort einen Wechsel der Perspektive ein. Die Vorlagen wurden so erläutert, wie man es aus den „Logo“-Nachrichten im Kinderkanal kennt – kindgerecht und absolut verständlich.

So erfuhr man beispielsweise von Kämmerin Ute Brüggemann, die Ausführungen zur Eröffnungsbilanz der Stadt zum 1. Januar 2011 machte, dass die rund 13 000 Perleberger Einwohner „ganz schön reich“ seien – gemessen an den Vermögenswerten, die in dieser Unterlage zusammengestellt sind. Sie versuchte auch deutlich zu machen, wie viel Leben eigentlich hinter dem Zahlenwerk steckt. Am Bebauungsplan Berliner Weg erklärte Sandra Saffran vom Bauamt anschaulich, warum dieser notwendig ist und welche Veränderungen daraus resultieren. „Hier wollen wir eine Grün- beziehungsweise Freifläche in eine Baufläche umwandeln. Mit ihrer Zustimmung erlauben uns die Abgeordneten, dass wir als Verwaltung solch einen Plan aufstellen und öffentlich auslegen dürfen“, so Saffran.

Die Hauptausschussmitglieder empfahlen vorgestern alle Vorlagen zur Beschlussfassung ans Stadtparlament weiter. Das tagt am 9. Oktober das nächste Mal turnusmäßig.

Die besten Einsendungen im Schülerwettbewerb der Bundeszentrale werden übrigens mit attraktiven Preisen bedacht. Dazu zählen fünftägige Klassenfahrten nach Bonn, München und Dresden sowie großzügige Geldpreise. Hinzu kommen kleinere finanzielle Prämien und Sachzuwendungen – insgesamt mehr als 400 Preise. Die Sechstklässler statten dem Bürgermeister im Rahmen des Wettbewerbs am kommenden Dienstag einen Besuch ab und werden sich eingehend mit dessen Tätigkeit beschäftigen – live und vor Ort.


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