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Einst Lehrerin, nun Lyrikerin : Perlebergerin ist nun Autorin

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Mit „Liebe im Nebel“ hat Annemarie Dietrich ihren ersten Gedichtband veröffentlicht

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erstellt am 07.Feb.2017 | 07:50 Uhr

Es war die erste große Liebe, die Annemarie Dietrich ihre Gefühle zu Papier bringen ließ. Das erste Liebesgedicht war entstanden, dem noch so einigen folgen sollten, erzählt die Perlebergerin und muss herzhaft lachen. Erinnerungen werden unwillkürlich wach, Erinnerungen, die sie längst vergessen glaubte. „Was ich schreibe, entsteht aus einem Gefühl heraus.“ Sie habe es gelebt, erlebt und wieder vergessen. Insofern könne sie auch keines ihrer Gedichte aus dem Kopf wiedergeben. Muss sie auch nicht, denn es gibt sie jetzt als Büchlein gebunden, herausgegeben vom BS-Verlag Rostock.

„Mein erster kleiner Gedichtband.“ Ja, sie ist schon stolz auf diesen, zumal er sicher nicht erschienen wäre, hätte man sie nicht zu ihrem Glück überredet, gesteht sie offen. Ihre Tochter ließ nicht locker, bis sie sich ein Herz fasste und das Manuskript einschickte. Das war im November vergangenen Jahres. Drei Wochen vergingen. Mittlerweile war die Furcht größer, dass anderthalb Jahre Arbeit im Papierkorb gelandet seien, als die Hoffnung, dass die Gedichte verlegt werden. Wieder sprang sie über ihren eigenen Schatten, fragte einfach nach. Die ersten Worte am anderen Ende des Telefons waren alles andere als ermutigend. Das erste Manuskript eingeschickt und dann erwarten, dass daraus ein Buch wird – eher unwahrscheinlich.

Doch genauso kam es. Von den Gedichten überzeugt, eröffnete zwei Tage später die Lektorin ihr: „Ich mache ein Buch daraus.“ Und dann ging alles sehr schnell. Noch vor Weihnachten erschien „Liebe im Nebel“ und lag natürlich unterm Weihnachtsbaum ihrer Familie.

Inzwischen haben die Verse über die Liebe, das Leben aber auch die Schönheit der Natur, auch erste andere Liebhaber gefunden und gefesselt. Ein Grund vielleicht: Die Verse sprechen an und aus dem Herzen. Einfache Worte, die den Glauben an sich selbst vermitteln, den Blick öffnen für das, was unsere Welt, unser Leben lebenswert macht.

„Ich musste sie einfach schreiben“, sagt Annemarie Dietrich. Dabei sei sie nicht der Typ, der sich morgens an den Computer setze und sagt „Jetzt schreibe ich ein Gedicht“. Doch wenn sie schreibt, dann in einem Atemzug, und verändert wird anschließend möglichst auch nichts mehr. „Meistens verlieren die Zeilen dadurch nur den Reiz.“ Mit wenigen Worten viel zu sagen – das versteht die Hobbyautorin.

In Wittenberge geboren, in Perleberg aufgewachsen und das Abi gemacht, studierte Annemarie Dietrich in Güstrow Pädagogik. Hier entdeckte sie auch ihren Faible fürs Schreiben. Gedichte entstanden, sie leitete den Literaturzirkel und war Sprecherin im Literaturfunk. Später begann sie Geschichten zu schreiben – fiktive gepaart mit erlebten. Als „Schreiberin“ kennt man sie auch, war sie beim „Literarischen Mittwoch“ in der Bibliothek zu erleben, hat sie im Antiquariat gelesen, „aber noch nie eine Geschichte davon veröffentlicht“, fügt sie an. Dafür nun mit „ Liebe im Nebel“ ihren ersten Gedichtband.
 

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