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Perleberger erhält Post von der Bundeskanzlerin

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Mit Glückwünschen zum Stadtjubiläum, Grüßen an Quitzow und dem O.K. für Jens Nerings neuen Film

von
erstellt am 15.Aug.2014 | 10:21 Uhr

„Ich bin schon stolz“, sagt Jens Nering und zeigt das Foto von Angela Merkel, das er in den Händen hält. „Eins mit Widmung für die Stadt Perleberg, der die Bundeskanzlerin zum Stadtjubiläum gratuliert, und mit Grüßen an die Quitzower.“ Zudem erhält Jens Nering damit das Okay, ihr Bild in seinem neuen Film zu verwenden. Denn darin spielt auch Quitzow, spielen bekannte Söhne und Töchter der Stadt Perleberg eine Rolle.

In Quitzow hat Angela Merkel als junges Mädchen fast drei Jahre gelebt. „Ihr Vater hatte hier eine Pfarrstelle der Berlin-Brandenburgischen Kirche angetreten“, sorgt Jens Nering sogleich für Aufklärung. Was man alles über das Mädchen, das heute Bundeskanzlerin ist, in dem Film, der eine neue Serie Perleberger Geschichte und Geschichten eröffnet, erfährt, darüber schweigt der Filmemacher noch. „Ein bisschen Spannung muss bleiben“, sagt er schmunzelnd. Eines verrät er aber, noch eine bekannte Tochter der Stadt wird in dem Streifen eine Rolle spielen.

Gespannt darf man zudem sein auf Episoden, die das Leben schrieb, wie die von der holden Weiblichkeit, die da den Roland küssen wollte. Doch der tapfere steinerne Ritter blieb standhaft.

Die Rede wird auch von Vergangenem sein, das inzwischen aus dem Stadtbild gänzlich verschwunden ist wie das Hotel „Stadt Berlin“. Vom Krieg gezeichnet wurde es in den 80er Jahren restauriert und umgebaut, um dann kurz nach der Wende abgerissen zu werden. „Übrigens, ,Prignitzer’ und ,Express’ haben heute ihre Redaktionsräume mitten im großen Garten des einstigen Hotels“, weiß der Filmemacher zu berichten.

Die Recherchen zum Einstigen führt ihm zum Heutigen und was er dabei entdeckte, das erfährt man im Video. Beispielsweise auch überaus Interessantes aus der Zeit der Bodenreform und warum die Industriestraße heißt, wie sie heißt, obwohl da nur der Schlachthof sich ansiedelte. Und Jens Nering erzählt die Geschichte, wie Perleberg 1945 knapp einer Katastrophe entging, die zuvor Pritzwalk heimsuchte, dort Kino und Bahnhof bzw. alles in der Umgebung zerstörte. „Der Volkssturm lag bei Sandkrug an der Elbe. Da färbte sich der Himmel Richtung Perleberg rot. ,Das war es mit unserer Stadt, die hat man dem Erdboden gleich gemacht.’ Dem war aber nicht so.“ Zwei britische Spitfire hatten Perleberg, konkret einen Munitionstransport ins Visier genommen. Eisenbahner hatten aber glücklicherweise diesen noch rechtzeitig über die Ringbahn nach Quitzow geleitet. In Perleberg hätte die Explosion eine Katastrophe ausgelöst.

Dieses und noch vieles mehr erfährt der Betrachter in dem neuen Streifen des Filmemachers, der voraussichtlich im Oktober erscheinen wird.


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