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Perleberger Chefarzt begrüßt Spendenaktionen

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erstellt am 10.Dez.2012 | 06:19 Uhr

Prignitz | Mehr als 15 000 Euro sind bereits für unsere Spendenaktion zu Weihnachten auf dem Spendenkonto von "Mike Möwenherz" eingegangen. Wie wichtig die Arbeit der Rostocker Initiative für sterbende Kinder ist, bestätigt auch der Perleberger Chefarzt Dr. K. Rüdiger Wiebelitz. Erst kürzlich übernahm er die Leitung der Kinderklinik.

Eine heimatnahe Betreuung von so schwer erkrankten Kindern wäre bis jetzt in der Prignitz kaum möglich: "Die Prignitz ist in der spezialisierten Betreuung von chronisch kranken Kindern noch ein weißer Fleck", schildert der Chefarzt die Situation. Betroffene Kinder und Jugendliche würden meist 100 Kilometer entfernt in Einrichtungen in Schwerin oder Berlin betreut.

Mit seinem Fachwissen zu chronischen Erkrankungen bei Heranwachsenden will der Chefarzt in Zukunft Kindern aus der Region eine heimatnahe Betreuung im Perleberger Krankenhaus ermöglichen: "Wir möchten den Eltern einen Ansprechpartner vor Ort bieten," erklärt er. Dr. Wiebelitz selbst ist ein großer Verfechter der Pflege in der Familie. Bereits Ende der 90er stellte er auf einem internationalen Ärztekongress in Istanbul die Vorteile einer heimatnahen Versorgung kritisch kranker Kinder vor.

Durch seine Arbeit hofft er in Zukunft für betroffene Kinder aus der Prignitz auch die Möglichkeit einer Intensivpflege daheim gewährleisten zu können. Es sei allerdings nicht nur die Nähe zu einem spezialisierten Arzt nötig, "sondern es bedarf einiger weiterer Hilfsangebote, wie Kooperationen mit Apotheken, mit Ergotherapeuten, aber auch Sanitätshäusern mit entsprechenden Gerätschaften, wie beispielsweise Intensivpflegebetten und vieles mehr."

Oftmals seien gerade zusätzliche Aufwendungen, wie die behindertengerechte Umgestaltung des Badezimmers oder die Einstellung einer Haushaltshilfe, sehr kostspielig. Viele dieser Ausgaben werden von Krankenkassen gar nicht oder wenn, erst sehr spät übernommen, bemerkt Dr. Rüdiger Wiebelitz: "Meiner Meinung nach sollte die medizinische Versorgung von ambulanten Behandlungen komplett von Krankenkassen finanziert werden. Gibt es jedoch keine Möglichkeit, das abzurechnen, ist Hilfe wie durch die Rostocker Hilfsorganisationen ,Mike Möwenherz sehr sinnvoll." In der Hansestadt hat sich unter Leitung von Dr. Carl Friedrich Classen ein Arbeitskreis gegründet, in dem Ärzte, Pflegespezialisten und Eltern versammelt sind, um die Möglichkeiten einer ambulanten Pflege zu verbessern.

Gerade zu Weihnachten kann das von unschätzbarem Wert sein. "Weihnachten noch einmal zu erleben, das heißt auch noch einmal das Leben zu leben", sagt Olaf Glomke, Seelsorger im Kreiskrankenhauses Perleberg. Heiligabend wolle doch jeder mit seiner Familie verbringen - erst recht die Kinder. Deshalb befürwortet Glomke das Projekt. "Das zeigt den Betroffenen: Ihr seid nicht allein. Wir sind für euch da."

Aus diesem Grund hat sich unser Medienhaus entschieden, die Aktion "Mike Möwenherz" zu unterstützen. Wenn auch Sie spenden möchten, egal ob es ein großer oder kleiner Betrag ist, rufen Sie uns unter 03877 / 929 082 80 an oder schreiben Sie uns eine Mail an pri@prignitzer.de Sehr gern berichten wie über Ihre Unterstützung.

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