zur Navigation springen

„Perleberg kann Kreisstadt“ : Perleberg rührt die Werbetrommel

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft starten die Werbekampagne „Wir können Kreisstadt“

von
erstellt am 20.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Bedingungsloser Einsatz für die Prignitz und ihre Kreisstadt: Landrat Torsten Uhe und Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura haben nachts zuvor kein Auge zugetan, als sie am Freitag den Startschuss geben für die Kampagne „Wir können Kreisstadt“. Erst gegen 5 Uhr morgens kamen sie aus Potsdam zurück, wo alle Landkreise vor dem Innenausschuss zur geplanten Gebietsreform Stellung bezogen. „Wir waren um 1.30 Uhr dran“, berichtet Uhe über die Mammutsitzung, die sich um mehrere Stunden verzögerte.

Doch das nimmt der Aufbruchstimmung gestern nicht den Schwung, motiviert eher. „Es ist der richtige Zeitpunkt, mit der Kampagne zu beginnen, denn der Kreisstadt-Status wird im Zuge der Reform vergeben“, sagt Annett Jura. Noch gestern wurde die Internetseite www.die-kreisstadt.de freigeschaltet. Gestaltet hat sie die Schweriner Werbeagentur Okapi, die auch für die gesamte Kampagne verantwortlich zeichnet. Auf der Internetseite wird erklärt, warum es wichtig ist, dass Perleberg Kreisstadt bleibt und welche Vorzüge die Stadt hat – außer ihrer 200-jährigen Geschichte als Verwaltungssitz. Außerdem ist es möglich, das Kampagnen-Logo kostenlos herunterzuladen, um es zum Beispiel für das Auto, für Einkaufstaschen, für Fähnchen, Postkarten, Kassenbons, E-Mail-Signatur usw. zu nutzen und damit Haltung und Flagge zu zeigen.

Neben der Internetseite wollen alle Kooperationspartner, zu denen auch die Wirtschaftsinitiative Westprignitz, das Kreiskrankenhaus und der Regionale Wachstumskern gehören, auch die älteren Bürger für das Thema gewinnen. „Dafür haben sich viele Geschäfte bereit erklärt, ihre Schaufenster thematisch zu dekorieren. Außerdem ist es denkbar, dass Bürger auf Wunsch und gegen Bezahlung Jacken oder Mützen mit dem Logo erhalten können“, beschreibt Axel Roller von der Werbeagentur Okapi die Pläne. Und Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura wird ab sofort in einem Dienstwagen mit riesigem „Wir können Kreisstadt“-Logo unterwegs sein. Innovativ und anders solle die Kampagne sein, sagte Axel Roller. Dazu gehört auch ein Facebook-Auftritt. „Je mehr Leute ,Gefällt mir’ auf der Seite klicken, desto mehr wird unsere Aktion bekannt. Und jeder kann über Facebook und die Internetseite bei einem Gewinnspiel mitmachen.“ Erster Preis ist ein Wochenende in Boltenhagen (Ostsee), der zweite Preis sind Konzertkarten und der dritte ein Trabi-Cabrio, das für ein Wochenende gefahren werden darf. „Wir sind den lokalen Unternehmen dankbar, dass sie die Preise sponsern. Sie waren schnell bereit, uns bei der Aktion zu unterstützen“, lobt Annett Jura. Die Bürgermeisterin erklärt, dass sich die Werbeoffensive in erster Linie an die Landtagsabgeordneten richtet, die auf kreative Art mehr über die Rolandstadt und die Umgebung erfahren sollen. „Denn sie entscheiden letztlich mit, wer Kreisstadt wird.“ Axel Roller ergänzte: „Wir möchten die Abgeordneten auf der Gefühlsebene abholen. Deswegen werden wir ihnen ein Spiel zuschicken, bei dem sie Wissenswertes über Perleberg erfahren. Individuen entscheiden vieles über das Unterbewusstsein“.

Lutz Lange, Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative Westprignitz, unterstreicht, dass über die Aktion die Vorzüge Perlebergs herausgestellt werden sollen. „Es geht nicht darum, den Konkurrenten Neuruppin schlecht zu machen. Wir zeigen, was wir können. Auch für die hiesige Wirtschaft ist es wichtig, eine Verwaltung in der Nähe zu haben.“ Landrat Torsten Uhe betont, dass der Landkreis Prignitz finanziell gut aufgestellt, seine dauerhafte Leistungsfähigkeit sichergestellt sei und sich die kreiseigenen Gebäude in gutem Zustand befänden. „Frau Jura und ich haben die Landtagsabgeordneten eingeladen, sich Perleberg und die Region anzuschauen“, so Uhe.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen