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Zum 775-jährigen Stadtjubiläum : Perleberg in Bewegung

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Auf 256 Seiten Sportgeschichte der Rolandstadt von 1945 bis heute in einer Auflage von 775 Stück erschienen und ab Montag erhältlich

von
erstellt am 30.Mai.2014 | 07:00 Uhr

Wer erinnert sich noch daran, wer weiß es überhaupt? Eva-Maria Hagen kommt nicht nur aus Perleberg, sie hat hier auch einst mal bei Blau-Weiß Handball gespielt. Die Perleberger Sprinterin Heilwig Winkler startete bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio. Das Laufass Jürgen Utikal holte 17 DDR-Meistertitel und war Olympia- und Europameisterschaftsteilnehmer, Dr. Henneberg frönte dem sonntäglichen Lauf und gab damit den Anstoß für die Laufgruppe Dr. Henneberg, die „wohl deutschlandweit eine der einzigen dieser Art ist“, schätzt Eckard Peglow. In seinen Händen lag die Redaktion der Perleberger Sportchronik, die zum 775. Stadtjubiläum nun erschienen ist. Auf 256 Seiten reflektiert sie in dieser Kompaktheit ein bisher einmaliges Bild der Geschichte des Sports in der Rolandstadt. In Farbe und Schwarz-weiß rufen Fotos Ereignisse und Personen in Erinnerung, Texte erzählen die Geschichte, vielfach eine sehr persönliche. Da werden Emotionen wach, fallen einem kleine Episoden wieder ein, gesteht Hartmut Schneider. Als Vorsitzender des Kulturausschusses trug er die Idee von Heiner Schenk, Ehrenvorsitzender des Kreissportbundes, in die Stadtverordnetenversammlung und stieß dort auf große Resonanz. Und er erzählt schmunzelnd von seinen schachspielenden Gymnasiasten, für die er 1998 den Abi-Termin verlegte. Denn sie wollten zu den Deutschen Schulschachmeisterschaften und hier den Titel holen. „Sie holten ihn und damit auch die Gastgeberrolle für den nächsten Ausscheid.“ Diesen Part überließen sie dann aber den zweitplatzierten Bayern, und ihrem Direktor fiel ein Stein vom Herzen.

Anderthalb Jahre saß das Redaktionsteam unter Federführung von Eckard Peglow, der unterstützt wurde von seinem Sohn Stefan, über der Chronik, sichtete die textlichen Zuarbeiten von „27 Mann und das, was uns ein gutes Dutzend erzählt hat“, listet Eckard Peglow auf. Tausende Bilder wurden betrachtet, 540 dann ausgewählt. 30 Sportarten, die sich in den zurückliegenden fast sieben Jahrzehnten in der Stadt großer Beliebtheit erfreuen oder erfreuten, werden näher beleuchtet. Zusammengetragen von Ehrenamtlern oder geschichtsinteressierten Mitgliedern aus den Sportvereinen. In diesem Zusammenhang wird vor allem Günter Schabrod genannt.

Ein großes Kompliment ihnen allen und den Machern der Chronik gibt es bei der Übergabe so auch von Bürgermeister Fred Fischer. Selbst regt er an, Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Chronik kontinuierlich fortzuschreiben.

Frank Döring, Vorsitzender von SSV Einheit: „Mit den anstehenden sportlichen Höhepunkten im Hand- und Fußball haben wir mit der Chronik ein drittes Event.“ Maßgeblichen Anteil daran hat die Jugend- und Kulturstiftung der Sparkasse Prignitz. „Wir haben auch Sportler in unserer Sparkasse“, stellt Andre Wormstädt, Vorstandsvorsitzender, fest. Ein Grund mehr, das Projekt zu unterstützen, „indem ganz viel Herzblut steckt“, betont die Vorsitzende des Stiftungsvorstandes Elfi Gabriel.


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