Hoffnung für Festival : Perleberg-Festival soll weiterleben

Konzerte mit besonderem Flair, so präsentierte sich stets das Perleberg-Festival.
Konzerte mit besonderem Flair, so präsentierte sich stets das Perleberg-Festival.

Kulturausschuss sprach sich für den Fortbestand dieser Veranstaltung aus. Suche nach neuem Konzept

svz.de von
07. September 2017, 05:00 Uhr

Christin Ziggel vom Freundeskreis kann es kaum fassen, was sich im Kulturausschuss abspielt. „Ich freue mich sehr, über die Zustimmung für eine Fortsetzung des Perleberg-Festivals“, sagt sie. Sie hatte erwartet, dass mit dem Bericht und der Auswertung die Geschichte des Perleberg-Festivals beendet sei. Doch diesen Höhepunkt im Kultur-Kalender der Rolandstadt soll es auch in Zukunft geben.

Ulrike Ziebell, Sachbereichsleiterin Kultur und Tourismus und seitens der Stadt im Freundeskreises, gibt zunächst einen Rückblick auf das Jubiläumsfestival, das auch in diesem Jahr hochkarätig besetzt war und sein Publikum fand. „An den Gesamtkosten von 40 243,06 Euro beteiligte sich die Stadt Perleberg mit 17 914,43 Euro“, so Ulrike Ziebell. „Diese Mittel stehen im kommenden Jahr nicht mehr zur Verfügung, da die Stadt dafür kein Geld in den Haushalt eingestellt hat.“ Nach einem Gespräch zwischen dem Freundeskreis und der Stadt hatte man auch in Betracht gezogen, das Festival ein bis zwei Jahre ruhen zu lassen, um neue Ideen oder ein anderes Veranstaltungsformat zu finden.

Die Mitglieder des Kulturausschusses sind unzufrieden mit der „intransparenten Darstellung der Zukunft des Perleberg-Festivals“, so Jan Domres (Die Linke). Ihm fehle das offizielle Statement der Bürgermeisterin. „Es wäre schlimm, wenn wir die Stadt und seine Kultur nur noch auf Lotte Lehmann beschränken würden“, meint Domres.

Rainer Pickert (CDU) hat beim Perleberg-Festival viele Menschen gesehen, die er nicht kennt. „Also wird diese Veranstaltung auch von außen wahrgenommen“, ist sich Pickert sicher. Zwei Jahre Pause, über die jetzt laut nachgedacht werde, lehnt der CDU-Politiker ab. „Wer zwei Jahre ruht, der ist tot!“, so seine klare Aussage. „Deshalb befürworte ich es, wenn es auch 2018 eine solche Veranstaltung geben wird.“

„Wir sollten dem Freundeskreis ein positives Signal mit auf den Weg geben“, so der Vorschlag von Jan Domres. Auch der Ausschussvorsitzende Malte Hübner-Berger (SPD) ermunterte den Freundeskreis zum Weitermachen: „Auch wenn es für die Planung noch etwas Zeit braucht, so sollte doch ein Jahr Pause reichen, um dann das Perleberg-Festival wieder stattfinden zu lassen.“ Hauptamtsleiter Axel Schmidt verwies darauf, dass es ein Gespräch gegeben habe, in dem sich Uwe Steuer vom Freundeskreis dahin gehend geäußert habe, bei einer Konzeptionsveränderung nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Christin Ziggel erwidert darauf, dass es unterschiedliche Meinungen bei den Organisatoren gäbe. Für sie sind die Signale aus dem Ausschuss positiv, um am Fortbestand zu arbeiten.

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