Klein Leppin : Perle der Prignitzer Geschichte

Bernd Linstädt (r.) zeigt Péter Vida und Christopher Teschner (v.l.) wo die Probleme beim Fortgang der Sanierungsarbeiten liegen.
Bernd Linstädt (r.) zeigt Péter Vida und Christopher Teschner (v.l.) wo die Probleme beim Fortgang der Sanierungsarbeiten liegen.

Landtagsabgeordneter Péter Vida macht sich vor Ort ein Bild über die Wassermühle Klein Leppin. Unterstützung zugesagt.

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08. Juli 2018, 21:00 Uhr

Der Landtagsabgeordnete der BVB/Freie Wähler, Péter Vida, ist am Sonntagsvormittag nach Klein Leppin gekommen, um sich über die Situation der Wassermühle zu informieren.

Seit drei Jahren sind Catrina Fischer und Bernd Linstädt dabei, das Denkmal zu sanieren. Haben sie sich bisher mehr um das Wohnhaus gekümmert, sollte es nun in diesem Jahr mit der Sicherung der Wassermühle weitergehen. Doch die Fördermittel blieben aus („Der Prignitzer“ berichtete). Für Péter Vida war dies Anlass für seinen Besuch.

Bernd Linstädt führt den Gast durch das historische Gebäude, erzählt von der Kleinkunst, die hier stattfinden und dem Café, das dazu im Erdgeschoss entstehen soll. Ebenso geplant ist ein Seminarraum im Obergeschoss des Mühlengebäudes. Doch um diese Pläne realisieren zu können, müssten das Dach gemacht, die Fußböden und die Fenster erneuert werden. „Für diese Maßnahmen benötigen wir rund 75 000 Euro“, sagt Bernd Linstädt. „Und wenn wir alles machen?“, will Vida wissen. „Dann rechnen wir mit 150 000 Euro“, antwortet Linstädt. Er mache schon vieles selber, aber beim Dach müssten Profis ran. Nach der Absage der Förderung für dieses Jahr wurde natürlich weiter an dem Objekt gearbeitet, dadurch sei ein Teil der zurückgelegten Eigenmittel inzwischen aufgebraucht. Dennoch blicke er ein wenig optimistisch nach vorn, denn die Gespräche mit der Jugendbauhütte seien wieder in Gang gekommen. Die Jugendbauhütten betreuen die Jugendlichen, die bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ein freiwilliges soziales Jahr in der Denkmalpflege absolvieren.

Für den Gast aus dem Landtag ist die Klein Leppiner Wassermühle „eine Perle der Prignitzer Geschichte“. Deshalb will er sich auf mehreren Ebenen für das Projekt stark machen. Zunächst wird er eine parlamentarische Anfrage zum Ablehnungsbescheid sowie zu den Richtlinien bei der Fördermittelvergabe an die Landesregierung stellen. Dazu will sich Vida noch einmal intensiv mit den Unterlagen befassen, die er von den Bauherren bekommen hat. Er wird auch prüfen lassen, in wie weit es möglich sei, dass Eigenmittel kumulativ über die Jahre angerechnet werden können. Darüber hinaus beabsichtigt er Gespräche mit seinen Prignitzer Landtagskollegen sowie mit der zuständigen Ministerin, Martina Münch, zu führen.

Péter Vida wird beim Besuch vom Gemeindevertreter Christopher Teschner begleitet, der ihn auf die bestehenden Probleme aufmerksam gemacht hatte.

Für den Landtagsabgeordneten ist die Wassermühle ein erneuter Beweis dafür, „das wir in den ländlichen Raum investieren müssen“. Es gäbe genug Herrenhäuser und Schlösser, die nach der Wende dem Verfall preisgegeben wurden. „Deshalb muss privates Engagement gefördert und unterstützt werden.“

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