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Prignitz-Bibliotheken starten in die digitale Welt : Per Klick ins digitale Bücherregal

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

E-Books, Hörbücher und vieles mehr ausleihen: Am 3. Juni starten die Bibliotheken der Prignitz die Onleihe.

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erstellt am 24.Mai.2015 | 12:00 Uhr

Auswählen, einloggen, herunterladen – so einfach funktioniert das digitale Ausleihen bei den Bibliotheken der Prignitz. Das neue Angebot startet am Mittwoch, dem 3. Juni, teilt das Bibliothekennetz Prignitz mit. Mit der Onleihe kann jeder Bibliotheksbenutzer rund um die Uhr aktuelle Bestseller oder Hörbücher ausleihen, egal ob von zu Hause aus oder von unterwegs. Er benötigt dazu nur einen Internetanschluss sowie einen PC, Laptop, Tablet, E-Book-Reader, mp3-Player oder Smartphone und darüber hinaus einen gültigen Bibliotheksausweis.

Besonderer Vorteil: Der zusätzliche Service ist für Bibliotheksbenutzer kostenlos. Auch Mahngebühren gibt es bei der Onleihe nicht: Nach Ablauf der Ausleihfrist lässt sich die Datei nicht mehr öffnen. Die „Rückgabe“ erfolgt also sozusagen automatisch.

Im Bestand der Prignitzer Onleihe befinden sich mehr als 2800 Medien in digitaler Form. Darunter sind belletristische Werke, Sachliteratur, Kinder- und Jugendliteratur, Lernhilfen sowie Hörbücher, Musik und Filme. Zum Angebot der Onleihe gehören außerdem ePaper von Zeitschriften, wie z. B. Chip, Spiegel Wissen und Merian.

Die Leihfristen unterscheiden sich je nach Medium, ePaper können bis 24 Stunden lang gelesen werden, eBooks und eAudios 21 Tage, eVideos und eMusik sieben Tage lang angeschaut bzw. angehört werden.

Der Ausleihvorgang ähnelt dem Einkaufen in einem Onlineshop. Der Kunde kann auf dem Internetportal oder mit der Onleihe-App den Medienbestand durchforsten und Titel in einen „Warenkorb“ legen. Zum Ausleihen meldet er sich mit den Zugangsdaten seines Benutzerausweises an. Mit wenigen Klicks lässt sich die Datei dann auf das Endgerät übertragen. In der iOS-App für Apple-Geräte ist sogar eAudio-Streaming möglich, bei dem die Dateien ohne Download über eine bestehende Internetverbindung gleich abgespielt werden. Das eAudio-Streaming für Android-Geräte folgt noch in diesem Jahr, informiert das Netzwerk.

Die eBooks sind in den gängigen Formaten PDF und EPUB, Audios in WMA verfügbar. Über das eAudio-Streaming auch als mp3. Auf den meisten handelsüblichen E-Readern ist die Lektüre der ausgeliehenen Medien möglich – mit Ausnahme der Kindle-Geräte von Amazon. Diese können nur die speziellen Amazon-Formate lesen und nicht die der Onleihe.

Wer „onleihen“ möchte, benötigt folgende kostenlose Software: Adobe Reader, Adobe Digital Editions, Windows Media Player oder die Onleihe-App. Einmalig muss eine „Adobe ID“ eingerichtet werden, damit die Medien aus der Onleihe geöffnet werden können. Sie sind mit einem Kopierschutz versehen, dem sogenannten Digital Rights Management (DRM). Viele Fragen rund um die Onleihe werden auch unter dem Punkt „Hilfe“ auf der Onleihe-Seite „PrigNetz“ oder über das offizielle Nutzer- und Austauschforum userforum.onleihe.de beantwortet. Sind alle zur Verfügung stehenden Exemplare eines Titels entliehen, können diese mit einem Klick vorgemerkt werden. Zunehmend ermöglicht die Onleihe auch die „Parallelausleihe“, so dass vor allem bei stark gefragten Bestsellern die Wartezeit erheblich verkürzt oder gänzlich vermieden wird.

Eingerichtet und gewartet wird die Onleihe von der divibib GmbH, der führenden Ausleihplattform für Bibliotheken in Deutschland. Aktuell bieten über 2000 Bibliotheken im deutschsprachigen Raum die Onleihe an – Tendenz steigend. Parallel dazu digitalisieren auch immer mehr Verlage ihr Angebot.

Die Bibliotheken der Prignitz arbeiten schon seit längerem eng und erfolgreich in der Arbeitsgemeinschaft „Bibliothekennetz Prignitz“ zusammen. Die virtuelle digitale Ausleihe ist ihr bisher größtes Projekt. Finanziell gefördert wird es von der Dr. Wolfgang Neubert-Stiftung und der Sparkasse Prignitz. Zur Inbetriebnahme des neuen Angebots sind Interessierte am 3. Juni um 10 Uhr in der Stadtbibliothek Pritzwalk herzlich willkommen. „Aus allen Städten der beteiligten Bibliotheken erwarten wir Vertreter“, so Angela Kludas, Leiterin der Pritzwalker Bibliothek.


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