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Der Prignitzer

19. November 2017 | 13:39 Uhr

Pause vor Schlosskulisse

vom

svz.de von
erstellt am 24.Aug.2012 | 09:41 Uhr

Birkholz | Zum Rastplatz für 45 Reiter und Pferde sowie zahlreiches Begleitpersonal wurde am vergangenen Sonnabend das Areal vor dem Schloss Birkholz. Ross und Reiter absolvierten mit dem Distanzreiten eine Pferdesportart, in der es darum geht, eine große Entfernung so schnell wie möglich zu überwinden und dabei die Pferde nicht zu überfordern. Die Strecken für Ein-Tages-Ritte liegen bei 25 bis 160 Kilometer, seltener sind Mehrtagesritte, zum Beispiel von Wien bis Budapest oder vom Elsass bis zur Nordsee.

Insgesamt waren zum Startplatz nach Stuck bei Eldena im benachbarten Landkreis Ludwigslust-Parchim 80 Teilnehmer vor allem aus Norddeutschland, aber auch aus den Niederlanden angereist und am frühen Morgen über Distanzen von 37, 60, 84, 120 bzw. 160 Kilometer aufgebrochen. Die kurzen Distanzen über 37 und 60 Kilometer führten jedoch nicht bis zum Umkehrpunkt nach Birkholz. In Abhängigkeit von der Streckenlänge sind drei bis sechs Pausen vorgeschrieben. An jedem Pausenort erwartet Pferd und Reiter ein Helferteam von 15 Personen, darunter auch Tierärzte. "Kontrolliert werden beim Pferd Herzschlag, Kreislaufsituation, Wasserhaushalt, Muskeln, Bewegungsap-

parat und Gangbild", erklärte Dr. Christian Dreker. Er kommt aus dem Sauerland, betreut das zweite Jahr das Distanzreiten Stuck-Birkholz-Stuck und ist begeistert von der Streckenführung.

Nach der Ankunft an den Pausenorten haben die Reiter 20 Minuten Zeit, den Herzschlag ihrer Pferde auf Puls 60 herunterzukühlen, um das Tier dem Veterinärmediziner vorführen zu können. Erst bei Erreichen des Ruhepulses beginnt die Pausenrast von 30 Minuten - aufgrund der Hitze am Wochenende wurde die Zeit auf 40 Minuten verlängert. "Ein Nichteinhalten der Kontrollwerte heißt für den Teilnehmer das Wettbewerbs-Aus, deuten doch Abweichungen darauf hin, dass das Pferd nicht gesund ist", erklären Siebke und Vivien Angelbeck vom Schöne-Ritte-Team Angelbeck aus Stuck. Durch

gecheckt werden die Pferde letztmalig im Ziel. Liegen die Gesundheitswerte des Tieres auch hier in der Norm, kann sich der schnellste Reiter Sieger nennen.

"Die von der Familie Angelbeck angebotenen Distanz-Ritte gehören zu den am besten organisierten und schönsten Ritten, die ich kenne. Man muss sich rechtzeitig anmelden, um einen Startplatz zu erhalten", erzählte Stella Herlt. Die Physiotherapeutin aus Nauen belegte am Ende über 84 Kilometer mit ihrer Araberstute einen 7. Platz. Die 24-Jährige gehört zu den 100 Distanzreitern aus Brandenburg, die in dem 2000 Mitglieder starken Verein deutscher Distanzreiter und Fahrer e. V. organisiert sind. Am Sonntag gingen übrigens auch Mädchen und Jungen über eine geführte Kinderdistanz von acht Kilometern an den Start - die jüngste Teilnehmerin war fünf Jahre alt.

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