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Oldtimertreffen in Lenzen : Pause nach zehn H6-Treffen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Mehr als 90 Oldtimer waren am Wochenende in Lenzen auf dem Ausstellungsgelände und bei der großen Ausfahrt zu bewundern.

von
erstellt am 13.Aug.2017 | 20:45 Uhr

Ein Lanz-Traktor wird unter großen Zuschauerinteresse repariert, Gäste und Aussteller schieben einen historischen Ford an, und an vielen Fahrzeugen diskutieren wie seit zehn Jahren Oldtimerbegeisterte. Doch bei vielen Besitzern der Schmuckstücke schwingt am Wochenende in Lenzen eine Spur Traurigkeit mit.

So bei Klaus Gerloff aus Schwanebeck. Sein G5-Werkstatt-Lkw mit Anhänger fällt durch die blau-beige-Farbgebung auf. „Im Original war er grün, diese Fahrzeuge wurden für die NVA konstruiert“, erzählt er. „Aber davon sind genügend zu sehen, deshalb haben wir ihn wie unsere Speditionsfahrzeuge lackiert.“ Der Laster war auch bei einer LPG im Einsatz, bevor ihn Gerloff 1992 erwarb und in zweijähriger Arbeit restaurierte. Später kam der passende alte Anhänger dazu, der heute als Schlafstätte bei Oldtimertreffen dient.

„Ich war mit den Fahrzeug überall in Deutschland, da kommen Tausende Kilometer zusammen. Und beim ersten H6-Treffen in Lenzen war ich dabei. Jetzt bin ich da weil ich gehört habe, wie bisher geht es nicht weiter. Das wäre schade, denn vom Platz her ist es das vielleicht schönste Treffen“, so der Spediteur.

„Wir brauchen eine Pause, 2018 gibt es kein Treffen, vielleicht im übernächsten auch nicht“ sagt Hans-Hartmut Leupacher, Vorsitzender des Vereins Norddeutsche H6-Freunde. „Jedes Jahr eine solche Veranstaltung, dafür haben wir nicht mehr die Kraft. Wir sagen rechtzeitig Bescheid, wann und wie es weitergeht.“ Am Platz will Leupacher festhalten, er sei bestens geeignet. Vielleicht werde es nach der Pause alle zwei Jahre ein Treffen geben.

Mit dem zehnten Treffen war der Lenzener Freund der von 1952 bis 1959 in Werdau produzierten mittelschweren Lkw IFA H6 zufrieden. „Mehr als 90 Fahrzeuge sind hier und eine ganze Menge Besucher. Und das trotz der Konkurrenz, auch in Alt-Schwein und andernorts gab es Oldtimertreffen.“

Aus ganz Norddeutschland, Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen waren Fahrzeugveteranen nach Lenzen gerollt, meist Lkw, darunter viele frühere Militärfahrzeuge. Auch historische Busse, einige Traktoren, Oldtimer-Pkw sowie einige Motorräder und Gespanne waren zu besichtigen und meist bei der Ausfahrt in Aktion zu erleben. Es wurde viel gefragt und gefachsimpelt, Teile getauscht und gekauft. Offene Motorhauben und Türen gaben in Blick in das Innere frei. Auch erst halb restaurierte Exemplare konnten bestaunt werden.  

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