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Stadtumbau in Wittenberge : Parkplätze versus grüne Insel?

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stellflächen an der Schillerstraße sind lange geplant. Baumschutzkommission schlägt andere Lösung vor

von
erstellt am 13.Sep.2017 | 05:00 Uhr

Auf dem Gelände zwischen Bürgermeister-Jahn- und Schillerstraße soll gegenüber dem künftigen SOS-Kinderdorf ein großer Parkplatz entstehen. Das Stadtbauamt bereitet derzeit laut Amtschef Martin Hahn die Ausschreibung für den Auftrag vor und will auch daran nichts mehr ändern. Die Baumschutzkommission hat jedoch noch einen anderen Vorschlag.

In den Jahren des Ungenutzt-Seins haben sich auf besagter Fläche Büsche und Bäume angesiedelt. Eine Art grüne Insel ist entstanden. Geht es nach den Plänen des Bauamtes, weicht diese ökologische Nische, um den Stellflächen Platz zu machen. Und eben das war der Grund, weshalb sich Peter Awe auf der Bauausschusssitzung in der Bürgerfragestunde zu Wort meldete. Die Baumschutzkommission der Stadt hat das Gelände besichtigt und ist laut Awe, er ist Mitglied, zu dem Schluss gekommen, dass Teile des Grüns erhaltenswürdig seien könnten. Die Anregung der Kommission fasste er in die Frage, ob nicht eine „Mittelung der Fläche möglich ist“, um Teile des Bewuchses zu erhalten. Die Anmerkung von Hahn, die von Awe vorgebrachte Meinung sei aber nicht die der gesamten Kommission, wies jener zurück. Andreas Madauß, ebenfalls Mitglied dieser beratenden Kommission, untersetzt gegenüber dem „Prignitzer“ das im Ausschuss Gesagte: „Man muss genau gucken, abwägen, ob und was erhaltenswert ist und dann erst entscheiden“, sagt er. Auf jeden Fall sollte man noch einmal genau hingucken.

Was aber spricht aus städtebaulicher Sicht gegen den eventuellen Erhalt zumindest eines Teils des Grüns?

Der Bauamtsleiter führte als Antwort darauf mehrere Aspekte an. Ein gewichtiger: Es fehle an Parkplätzen. Der SOS-Verein Prignitz, der in unmittelbarer Nähe sein Kinderdorf schafft, habe Bedarf angemeldet. Und auch die Bewohner im Quartier benötigten Stellplätze, während in der unmittelbaren und der mittelbaren Umgebung genügend Grünflächen vorhanden seien. Hahn erläuterte, dass die Parkfläche Teil des Gesamtkonzeptes mit Zufahrt zu dem Komplex zwischen Karl-Marx- und Bürgermeister-Jahn-Straße sei. Abschließend wies der Amtsleiter darauf hin, dass der Bewuchs nicht unter Schutz stünde.  

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