Lokal geht an neuen Standort : Paradies zieht in die Bäckerstraße

Petra Unterberg wünscht sich zufriedene Menschen um sich herum und trägt ihren Anteil dazu bei / Lokal bald an neuem Standort

23-11368046_23-66107915_1416392335.JPG von
12. März 2015, 12:00 Uhr

Einiges Wasser wird noch die Stepenitz hinunter fließen, bevor im Paradies am Großen Markt die Umzugskartons gepackt werden – „aber bestimmt in den nächsten Monaten“, fügt Inhaberin Petra Unterberg mit einem verschmitzten Lächeln an. Unter Druck wolle sie sich nicht setzen, aber sie freue sich selbst schon auf das neue Zuhause in der Bäckerstraße – dort, wo einst der Work-Shop seine Domizil hatte.

Statt in zwei Räumen soll der Gast dann in einem großen Platz nehmen können. „Von der Fläche her nimmt sich das nicht viel und auch im großen Ambiente werde ich für eine kuschlige Atmosphäre sorgen. Mit Deko lässt sich vieles machen.“ Vermissen werde sie allerdings die mit wunderschönen historisch wertvollen Jugendstilfliesen ausgestatteten Räume im jetzigen Paradies schon. „Ich hoffe, der Nachmieter diese zu schätzen weiß“, sagt die Wahl-Perlebergerin.

Warum aber der Umzug? Kurze Antwort: „Alles hat seine Zeit. Jetzt ist Arbeiten und Wohnen unter einem Dach dran. Vieles wird dadurch einfacher und effektiver.“

Das Konzept im neuen Paradies ist das alte – alles frisch, nichts aus der Dose oder Tüte und temperaturschonend zubereitet, „… frei nach Paracelsus: Nahrung soll Medizin sein.“ Kochen habe ihr immer Spaß gemacht, allerdings sei sie dabei stets sehr experimentierfreudig gewesen und habe vielfach „schräg an den Rezepten vorbeigekocht. Meine Kinder fanden das oftmals gar nicht so lustig.“ Als sie ihnen dann später offerierte, dass sie in Perleberg einen „relativ vegetarischen Imbiss“ am Tierbrunnen eröffne, kam nur ein „Aha!“. Das war vor zwei Jahren.

Erst waren es nur Kräuteröle, die sie hier anbot, dann frischen Salat und Eintopf aus einem Vier-Liter-Topf. „Alles ist gewachsen, der Topf mit“, fügt sie schmunzelnd an. Zehn Monate später eröffnete Petra Unterberg dann das Lokal „Paradies“ mitten in der Stadt, am Großen Markt. Und nun steht alsbald der Umzug in die Bäckerstraße an. Auch hier bleibt der Name erhalten, erwartet das Paradies die Gäste. „Soweit mein Radius reicht, wenn ich die Arme ausbreite, will ich die Welt einfach etwas schöner machen“, lautet ist ihr Lebensmotto – auch als Gastgeberin, die sie immer gern sei. Ihr Wunsch: „Zufriedene Menschen um mich herum.“

Angst vor der eigenen Courage? Nein, die habe sie nicht. „Wenn die Menschen nichts ausprobieren würden, wäre nie das Rad erfunden worden. Funktioniert was nicht, lasse ich mir was einfallen, dass es klappt.“

Das Kochen hat funktioniert, das Interesse am Experimentieren am Herd und in der Salatschüssel teilt sie mittlerweile mit anderen. Und so werde auch im Paradies mitten in der Perleberger Einkaufsstraße mit Showkochen, Vollmondessen und kleinen künstlerischen Offerten, wie die des Improvisationstheaters, zu rechnen sein.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen