Perleberg : Pachtvertrag für Flugplatz perfekt

Unterzeichnung des Nutzungsvertrages.
Unterzeichnung des Nutzungsvertrages.

Nutzungsvertrag zwischen Stadt und Oldtimerverein über 9,7 Hektar

svz.de von
26. November 2015, 17:26 Uhr

Sieben Jahre zwischen hoffen und bangen haben ein Ende, freut sich Frank Brauer, Vereinsvorsitzender der Oldtimerfreunde. Am Montag kann er den Nutzungsvertrag über 9,7 Hektar des Flugplatzgelände endlich unterschreiben. „Für 15 Jahre ist dieser erst einmal ausgelegt. Damit kann man arbeiten, das ist ein super Zeitrahmen.“ Festgehalten im Pachtvertrag auch, dass die Crossfahrer hier trainieren können. „Für uns ist das wichtig, denn schließlich gehören sie unserem Verein an“, betont Brauer.

All die Jahre war es ein Wechselspiel der Gefühle, waren die Oldtimerfreunde bemüht, per Vertrag das Areal zugesprochen zu bekommen. „Mal sah es ganz gut aus“, erinnert sich der Vereinsvorsitzende, dann kam die nächste Hiobsbotschaft. Im Internet hatte ein Vereinsfreund eine Zeichnung entdeckt, wonach die Brandenburgische Boden Gesellschaft plane , „unsere große Wiese zu verkaufen“. Doch das erwies sich zum Glück als Flop.

Als im Februar 2014 die Stadt dann das Areal von rund 18 Hektar kaufte, keimte neue Hoffnung. Ein Jahr später führte kein Weg mehr auf den Radarhügel. Der Grund: Munitionsbelastung. Das Oldtimertreffen musste notgedrungen auf den Kasültenplatz verlegt werden, die Beräumung erfolgte. In diesem Jahr fand das Treffen nun wieder am angestammten Ort statt, aber nur unter großen Auflagen. „Was sein musste“, äußert Brauer auch dafür durchaus Verständnis.

Das Teilstück von 9,7 Hektar ist beräumt, steht den Oldtimerfreunden zur Verfügung. Die drauf befindlichen Rudimente von Gebäuden werden von der Stadt ordnungsgemäß abgebrochen und entsorgt, betont Bürgermeisterin Annett Jura. Einzig eine Hälfte einer massiven Baracke bleibe stehen. „Die werden wir Schritt für Schritt zu unserem Vereinsheim ausbauen, so wie es die Finanzen hergeben. In einem Jahr ist das aber nicht zu schaffen“, fügt der Oldtimerfreund an.

Doch Vorrang habe die Umzäunung des Anwesens, um Ordnung und Sicherheit hier durchgehend zu gewährleisten. Auch das ist im Vertrag verankert. Die rund 400 Meter Zaun werden die Vereinsmitglieder auf eigene Kosten und in Eigenregie wenn es das Wetter zu lässt noch den Winter über setzen. Der Rest der Pachtfläche ist durch eine Mauer geschützt.

Fakt ist: Das Oldtimertreffen 2016 lädt wieder auf den Radarhügel ein. Und es steht unter einem besonderen Zeichen, denn der Verein, der 50 Mitglieder zählt, begeht seinen 30. Geburtstag. „Entsprechend soll natürlich auch unser Treffen ausfallen“, ergänzt der Vereinsvorsitzende. Mehr wolle er aber noch nicht verraten.

Einen langen Weg seien sie geduldig gegangen, viele Gespräche habe es gegeben, „teilweise war es ganz schön aufregend“, gesteht Frank Brauer. Ohne die Unterstützung von Stadtverwaltung und Politik, insbesondere Thomas Domres, Landtagsabgeordneter der Linken, „wären wir verebbt“, so der Vereinsvorsitzende, der damit zugleich ein großes Dankeschön verbindet.  

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