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Der Prignitzer

19. November 2017 | 11:41 Uhr

Ostern heißt es erstmals "Leinen los"

vom

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erstellt am 07.Mär.2012 | 06:32 Uhr

Wittenberge | Am 7. April startet die Freizeitpark GmbH mit festen Terminen und Zeiten in die Fahrgastsaison auf dem Wasser. Bis einschließlich Oktober soll es (der "Prignitzer" informierte gestern bereits kurz) unabhängig von Touren, die Familien, Vereine oder andere Gruppen buchen, an Wochenendtagen verschieden lange Ausflüge geben, kündigt Geschäftsführer Lutz Lange an.

In der Touristinformation im Kulturhaus liegen bereits die Flyer aus, in denen sämtliche Schiffstouren auf der Elbe 2012 aufgelistet sind. Wer dabei sein will, muss sich am genannten Tag zur richtigen Uhrzeit im Sportboothafen Nedwiganger einfinden. Das Schiff legt ab, wenn sich zehn oder bei manchen Touren mindestens 20 Passagiere einfinden.

Regelmäßiger Ausflugsverkehr auf der Elbe ist keine neue touristische Idee. Von Schiffsausflügen Richtung Hamburg wissen heute noch ganz alte Wittenberger zu erzählen. Zu DDR-Zeiten ankerten Schiffe der Weißen Flotte hier im Hafen, zumindest ab und an. Nach der Wende versuchte sich ein privater Anbieter mit regelmäßigen Elbtouren, musste aber schließlich aufgeben.

Nun ein neuer Versuch. Die Freizeit-Park GmbH ist davon überzeugt, dass die Zeichen der Zeit günstig stehen. Das zarte Pflänzchen Tourismus entwickelt sich in Wittenberge. Die Stadt profitiert zunehmend vom Elberadweg. Gäste nehmen in Wittenberge Quartier, um von hier aus nähere und fernere Ziele zu erkunden. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Leute mehr und mehr etwas erleben wollen und sich viel Service wünschen", sagt Lange. Dazu gehört nach seinen Worten vor allem Kontinuität. "Bei zehn Fahrgästen legt das Schiff ab, egal, wie das Wetter ist. Darauf können sich die Ausflügler verlassen", versichert die Freizeit-Park GmbH. Die Voraussetzungen dafür seien geschafften: Mit der "Wels" hat die Gesellschaft ein Schiff gekauft, das 70 Passagiere und zusätzlich über 40 Fahrräder an Bord nehmen kann. Ingo Scholz von der Fähre Schnackenburg wird als Kapitän am Steuer stehen. Lange blickt voller Optimismus auf die Saison: "Wir sind gut gerüstet."

42 mal im Jahr legt die "Wels" zur kleinen Hafenrundfahrt von zirka einer Stunde ab, drei Mal in der Saison geht es für 90 Minuten auf den Strom, wenn sich mindestens 20 Gäste finden, vier Mal wird mit einer Tagestour Schnackenburg angesteuert, und einmal geht es nach Havelberg. Eine Kombination mit Radtouren ist immer möglich, versichert Lutz Lange. Kaffee und Kuchen gibt es an Bord.

Dass zur Vorstellung des neu aufgelegten regelmäßigen Fahrgastangebotes der Chef des Blaulichtmuseums Beuster, Ralf von Hagen, in historischer Uniform erschien, ist einem speziellen Angebot geschuldet, ganz nach dem Motto: Man muss sich etwas Besonderes einfallen lassen: Nicht regelmäßig, aber auf Anfrage wird die "Wels" quer über die Elbe fahren, um im Hafen von Beuster vor Anker zu gehen. Dort werden die Ausflügler mit einem historischen Fahrzeug abgeholt, und ab geht es ins Blaulichtmuseum. "Es muss ja nicht gleich ein Panzer sein", sagt von Hagen. Aber ein Feuerwehrauto oder ein Tschaika machen ja auch etwas her. Das Blaulichtmuseum hat für Ausflügler auf jeden Fall etwas zu bieten.

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