Frühlingsmarkt in Blüthen : Osterhasen und Wollsocken

Martin Weinmüller beim Dachdecken.  Fotos: Doris Ritzka
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Martin Weinmüller beim Dachdecken. Fotos: Doris Ritzka

Blüthen läutet die Saison der Oster- und Frühjahrsmärkte ein mit großem Händleraufgebot und riesiger Besucherschar.

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05. März 2018, 12:00 Uhr

Die Gemeinde Karstädt läutete am Wochenende die Frühjahrssaison ein. „Zumindest sind wir mit unserem Frühlings- und Ostermarkt in Blüthen die ersten“, ergänzt lachend Doreen Lüdemann, Marktverantwortliche bei der Gemeinde. Und auch die frostigen Grade, so um die Minus vier Grad Celsius zeigt das Autothermometer um 11 Uhr noch an, schrecken da nicht ab. Frühling ist angesagt und in der großen beheizten Halle am Reitplatz wird einem beim Anblick der vielen Händlerofferten allein schon warm ums Herz. Rund 50 Händler bieten wieder feil, was in Werkstätten oder Heimarbeit entstand. Und einige haben einen langen Anfahrtsweg in Kauf genommen.

Ein Korbflechter aus Swinemünde, Kunsthandwerker aus Schleswig-Holstein oder Händler aus Sachsen – alles trifft sich in Blüthen. „Viele kommen schon seit etlichen Jahren, aber stets haben wir auch neue Anfragen“, ergänzt Doreen Lüdemann. Gleichso halten die Helfer der ersten Stunde heute noch zur Stange – die Prignitzer Landfrauen.

Der Blüthener Frühlings- und Ostermarkt ist inzwischen fast ein Selbstläufer, aber auch nur, weil im Vorfeld alles akkurat organisiert und koordiniert wird. Und die Fäden laufen bei der Gemeinde zusammen.

Die Händler sind zufrieden: „Hier sind immer viele unterwegs, schauen und kaufen auch das eine oder andere“, so Horst Weinmüller aus Marienfließ. Gedrechselte Osterhasen und Vogelhäuser bietet er an. Sein Sohn Martin, als gelernter Dachdecker, ist nebenbei fleißig am Dachdecken. Ob aus Holz oder mit Schindeln aus Schiefer, die Weinmüllerschen Vogelhausdächer lassen den Fachmann erkennen. Aus rund zwölf Metern Holz entsteht in mehreren Tagen Handarbeit eine „Luxusfutterstelle“ für gefiederten Wintergäste.

Ostereier aus Gips, Ton, bemalt oder gekratzt, Osterhasen aller Couleur und für die noch „maikühlen“ Tage Gestricktes, Gefilztes – die Vielfalt kennt keine Grenzen. Und das auch kulinarisch. Neben Selbstgebackenem, Erbsensuppe, Gegrilltem und Geräuchertem hatten die Freunde von Hausgeschlachtetem bei den Wolfs echt die Qual der Wahl. Und auch das Angebot des Brescher Hofes hat seine Liebhaber gefunden und dürfte alsbald nicht mehr nur ein Insidertipp mehr sein.

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