zur Navigation springen
Der Prignitzer

11. Dezember 2017 | 23:53 Uhr

Perleberg : Ortswehr mit neuer Führung

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Junges Trio an der Spitze der Perleberger Blauröcke / Demnächst Baubeginn für Parkplatz an der Wache

von
erstellt am 10.Mai.2016 | 04:45 Uhr

Per Handschlag des Stadtwehrführers Thomas Gäde wird die neue Führung der Perleberger Ortswehr ernannt: Wehrführer Christoph Passow, erster Stellvertreter David Ross, zweiter Stellvertreter Toralf Dröse. Für Ralf Reichl, der fast drei Jahre der Ortswehr vorstand, ist der Jahresbericht die letzte Amtshandlung.

Aus gesundheitlichen Gründen muss er aus dem aktiven Dienst ausscheiden. „Erst einmal“, wie er sagt, denn geht es nach ihm, so will er alsbald wieder mit ausrücken, wenn der Pieper zum Einsatz ruft. Für sein Engagement dankten ihm seine Kameraden, ebenso wie die Stadtwehrführung und Bürgermeisterin Annett Jura.

Nicht von ungefähr beginnt der scheidende Ortswehrführer den Jahresbericht mit den Worten: „Brandschutz fällt dem Bürger meist nur auf, wenn er nicht funktioniert“. Dem haben die Perleberger viel entgegenzusetzen, hier funktioniert es. Mit 186 Einsätzen im vergangenen Jahr zählen sie mit zu den meist geforderten Wehren. Zu 74 Bränden und 112 technischen Hilfeleistungen rückten sie aus. Zu Buche stehen 921 Einsatzstunden. Und die verteilen sich auf 38 Schultern, denn so viele Kameraden zählt die aktive Wehr.

Licht und Schatten liegen nah beieinander, vor allem auch hinsichtlich des Equipments. In die persönliche Schutzausrüstung einschließlich neuer Helme wurde im vergangenen Jahr ordentlich investiert, ebenso in die Technik. So wurde ein Gerät angeschafft, das es den Kameraden erleichtert, lange Ölspuren zu beseitigen.

Hinsichtlich der Wache hat sich ebenso schon einiges getan, doch die große Bauerei steht erst noch an, wird in den nächsten Wochen losgehen. Die Schattenseite: Der Unfall mit dem Großtanklöschfahrzeug (GTLF), wobei dieses stark beschädigt wurde. Nach zehnmonatiger Reparatur wird es Ende Mai wieder einsatzfähig sein. In diesem Zusammenhang richtete Ralf Reichl einen großen Dank an die Wehren Wittenberge und Karstädt, mit deren Hilfe bis dahin die Einsatzbereitschaft gewährleistet werden konnte und Perleberg nicht Geld in ein Ersatzfahrzeug investieren musste.

Ein Kompliment auch in puncto Kinder- und Jugendarbeit. Nicht ohne Stolz berichtete Jugendwart Patrick Kludas, dass die Nachwuchswehr jetzt 36 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 17 Jahren zählt. Denn neu hinzugekommen ist im vergangenen Jahr eine Floriangruppe. Franka Arnold und ihr Sohn Lucas machen auf kindgerechte Art die Sechs- bis Zehnjährigen hier mit dem Feuerwehralltag bekannt. Rechnet man die Stunden zusammen, die sich allein der Nachwuchs in Sachen Wehr 2015 engagierte, stehen an die 600 Stunden zu Buche. Nicht gerechnet die Stunden für die Vorbereitung auf den Stadtausscheid. Die AK 2 holte sich in der Gesamtwertung da den ersten Platz.

Ob Zeltlager in Cumlosen, das Traditionsfeuer oder der Stadtausscheid, dieses Mal in Wittenberge – die Termine sind bereits fest beim Nachwuchs gebongt.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen