Dorf- und Schützenfest in Quitzöbel : Ortswehr erhält Rettungsboot

Der ganze Stolz der Wehr: Das Rettungsboot, gesponsert von Firmen für den Einsatz auf der Elbe.
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Der ganze Stolz der Wehr: Das Rettungsboot, gesponsert von Firmen für den Einsatz auf der Elbe.

300-Seelen Ort Quitzöbel feiert drei Tage Dorf- und Schützenfest mit Musik, Dorfschwank und Frühstück für alle auf dem Dorfplatz

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08. August 2016, 08:00 Uhr

Dorf- und Schützenfest in Quitzöbel, „und wir dürften zu den wenigen Prignitzdörfern gehören, die noch drei Tage feiern“, ergänzt Hartmut Zippel, ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Legde/Quitzöbel. Im gleichen Atemzug fügt er an, dass so etwas auch nur zu stemmen ist mit einer intakten und engagierten Dorfgemeinschaft. „Wir haben uns hier ein Stück Heimat bewahrt.“ Stolz klingt aus seinen Worten. Nachvollziehbar, wenn man miterlebt, was das 300-Seelen-Dorf auch dieses Mal wieder auf die Beine gestellt hat.

Start war am Freitagabend mit Klaus und Klaus von der Nordsee und den „Village Boys“. Für die Frauen im Dorf war die Nacht relativ kurz, denn um 7 Uhr wurde am Samstag bereits der Buschbackofen angeheizt, um die zehn Kuchen für den Nachmittagskaffee abzubacken. Blasmusik mit den „Prignitzer Musikanten“, Spiel und Spaß vor allem auch für den Nachwuchs bestimmten das weitere Geschehen, bis dann die Schützen um 18 Uhr gemeinsam mit befreundeten Vereinen zum traditionellen Ummarsch, eskortiert von der Polizei, sich auf den Weg durchs Dorf machten. Seit 1992 gibt es den Schützenverein Quitzöbel, dem Hans Starr vorsteht. Ein kleines Novum in diesem Jahr: „Wir haben keinen Schützenkönig, nur einen ersten Ritter“, so der Vereinsvorsitzende und deutet auf Christoph Rechberg. Die Vereinssatzung gebietet es, dass der Sieger im Königsschießen gefragt werde, ob er das Amt annehme. Er lehnte ab. Passiert sei das aber nicht zum ersten Mal, gesteht Hans Starr.

Musikalisch klang dann auch der Samstag aus. Zum Frühstücken ging es am Sonntag ins Festzelt auf den Dorfplatz. Um 14 Uhr schallte ein Ruf durch Quitzöbel: „Eine Frau muss her.“ So ziemlich alles was Beine hatte, fand sich ein, um den Auftritt der dorfeigenen Theatergruppe mitzuerleben. Und die startete mit ihrem Schwank wieder einen Großangriff auf die Lachmuskeln.

Seit September immer freitags trafen sich die rund zehn Hobbyschauspieler zum Proben. „Das Ohnsorg-Theater wäre neidisch auf unsere Besetzung“, so der ehrenamtliche Bürgermeister.

Und wenn von den kleinen und großen Highlights des Festes die Rede ist, dann gehört vor allem das neue Rettungsboot dazu, das Burkhart Geisler von der Perleberger Hochbau GmbH, die Perleberger Tiefbaufirma, Motorrad Jansen und der Malerbetrieb Heino Jaenicke den Kameraden der Quitzöbeler Feuerwehr sponserten. „Wir leben an der Elbe. Der Fluss ist unser Freund und Feind, wir haben gerade mit Blick auf Hochwasser eine besondere Verantwortung“, betont der Gemeindebürgermeister. Mit dem Rettungsboot seien sie nun auch in der Lage, Menschen aus derartigen Gefahrensituationen zu retten. Ein großes Dankeschön an die Sponsoren, so die Kameraden. Und ihr Bürgermeister fügt an, ein solches auch an die Wehr, „auf die Kameraden kann ich immer bauen“, sie seien nicht zuletzt auch ein Garant für das dörfliche Leben.

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