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Mankmuß feierte : Ortsvorsteher an der Bratpfanne

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Mankmußer Kartoffel- und Kürbisfest wieder ein Besuchermagnet /Die Renner: frische Reibekuchen, Bratkartoffeln und Kürbissuppe

von
erstellt am 22.Sep.2014 | 12:00 Uhr

„An so einem Tag ist unser Mankmuß einfach zu klein“, sagt Anja Noll. Das ganze Dorf ist ein riesiger Parkplatz, auf der Festwiese drängen sich die Besucher, eine lange Schlange vor den Pfannen mit Kartoffelpuffern. „Das ist unser Renner“, ist von Doreen Göseke zu erfahren. Sie hat den Hut auf im Bürgerverein Mankmuß 2001. 22 Mitglieder zählt dieser, „elf, sind der harte Kern“, ergänzt sie schmunzelnd. Die spannen dann auch gleich die ganze Verwandtschaft mit ein wenn tags zuvor die heiße Phase der Vorbereitung beginnt.

„Die Männer haben die Kartoffel abgesackt, wir Frauen sie gekocht, gepellt, Zwiebeln geschnitten, Gurken, Möhren, Kürbis und was noch so an Gemüse in die Kartoffel- und Kürbissuppe kommt, geschnippelt“, so die Vereinschefin. 22.30 Uhr sei es wieder geworden und seit 8 Uhr stehen sie am heutigen Samstag wieder auf dem Platz. Denn da wurde aufgebaut, konnte Renate Kraft beim Dekorieren wieder ihr Händchen beweisen.

Ortsvorsteher Herbert Meier ist derweil feste am Braten. Gemeinsam mit Petra Herbon sorgt er im Akkord dafür, dass Reibekuchen in drei Pfannen goldgelb brutzeln. Mit seinen 67 Jahren ist er fast der Älteste im Mankmußer Verein und steht, seit er Ortsvorsteher ist, zum Fest an den Kartoffelpufferpfannen. Zuhause koche er aber nur, wenn es nicht anders gehe, gesteht er offen ein.

Einen Hauch an Jahren erfahrener ist mit ihren 69 Lenzen Uschi Wiebecke. Solange es den Verein gibt, ist sie dabei. „Es ist doch schön, wenn man gebraucht wird, und Spaß macht es noch dazu.“ An diesem Tag hat man bei ihr die Qual der Wahl zwischen Kartoffel- oder Kürbissuppe.

Während die einen es sich schmecken lassen, bewundern die anderen die Trecker-Oldies. 25 an der Zahl sind der Einladung von Vereinsmitglied Rudi Drews wieder gefolgt. Und auch die Perleberger Oldtimerfreunde sind mit von der Partie, verbinden ihre Motorabstellfahrt mit einem Abstecher nach Mankmuß.

Das erste Mal dabei ist Madlen Häniche. Aus Tacken kommt die 24-Jährige und hat ganz viele Marmeladen im Angebot. „Alle selbstgemacht“, sagt sie, während sie eine Kostprobe reicht. „Echt lecker“, finden Waltraut und Heidi Dröge aus Perleberg. Massen an Kirschen auf dem elterlichen Hof brachten die junge Frau einst auf die Idee, Marmelade zu kochen. Seither ist es ihr Hobby, zaubert sie aus Apfel, Birne, Brombeere, Lavendel und vielem mehr schmackhafte Brotaufstriche. „Jetzt habe ich mich getraut, sie auch mal öffentlich anzubieten“, gesteht sie lachend.

Oldtimerschau, Teile-, Floh- und Bauernmarkt und Essen satt – kurzum für jeden ist was dabei. Und wem beim Würfeln Fortuna besonders wohl gesonnen ist, der hat an diesem Tag im wahrsten Sinne des Wortes Schwein. Denn Gerhard Grützmacher, er hat eine Schweinemast bei Dannenberg, spendierte als Preis das fünfte Mal in Folge Borsti – der es immerhin auf 40 Kilo bringt. „Über Bekanntschaft entstand auch dieses Miteinander“, betont Doreen Göseke. Mittlerweile ist es das 10. Kartoffel- und Kürbisfest, das der Mankmußer Bürgerverein mit den Treckerfreunden veranstaltet.

Übrigens, als Dank gibt es für jeden Helfer drei Säcke Kartoffeln und im November eine Party.

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