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Fachkräftekompass : Orientierung in Personalfragen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Prignitzer Netzwerk Schule-Wirtschaft stellt Fachkräftekompass vor, der Unternehmen in der Mitarbeiterplanung unterstützen soll

von
erstellt am 28.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Personalbeschaffung, Personaleinsatzplanung, Aus- und Weiterbildung, Fachkräftesicherung – Während große Unternehmen für ihre Personalangelegenheiten ganze Abteilungen beschäftigen, im Wettbewerb um Nachwuchskräfte mit Headhuntern und auf Jobmessen alle Register ziehen, müssen Geschäftsführer von kleinen und mittelständischen Unternehmen häufig selbst das Heft in die Hand nehmen.

Das ist ab sofort nicht mehr nur im übertragenen Sinne möglich, denn mit dem Prignitzer Fachkräftekompass ist ab sofort ein Leitfaden speziell für kleine und mittlere Unternehmen verfügbar, der Hilfestellung bei Personalentscheidungen geben soll.

Entstanden ist die Publikation in Kooperation der Partner des Prignitzer Netzwerks Schule-Wirtschaft, in dem unter anderem die RWK-Kommunen Perleberg, Wittenberge und Karstädt, der Landkreis, die Kammern, das Jobcenter und Bildungseinrichtungen zusammen arbeiten.

„Die Idee zu dieser Handreichung entstand beim Ausarbeiten des Fachkräftesicherungskonzepts, also in den Jahren 2012 und 2013“, sagte Sandra Balkow, Koordinatorin des Regionalen Wachstumskerns. Ziel sei gewesen, den Unternehmern, die in der Prignitz aktiv sind oder sich hier ansiedeln möchten ein Nachschlagewerk in die Hand zu geben, mit dem sie vor Ort agieren können. „Der Fachkräftekompass trägt ganz deutlich die Handschrift der Prignitz, was sich vor allem darin widerspiegelt, dass für nahezu alle Themen konkrete Ansprechpartner in den Institutionen benannt und mit Kontaktdaten aufgeführt sind“, so Balkow.

Inhaltlich ist der Fachkräftekompass breit aufgestellt. Beginnend bei der Nachwuchsgewinnung und -förderung, über die Bewerbung von freien Stellen via Internet und Messen, die Personalbedarfsplanung mit Analysen und Weiterbildungsplanung bis hin zum Erkennen und Nutzen verschiedenster Potenziale der Region und der Bewerber reicht das Spektrum. „Eins der wichtigsten Anliegen ist es, den Unternehmern klar zu machen, dass Ausbildung nicht nur ein Kostenfaktor ist, sondern die Chance, sich seinen eigenen Nachwuchs heranzuziehen, macht Sandra Balkow deutlich.

Die Möglichkeit sozialer Netzwerke zur Stellenbesetzung sei bei klassischen Industriebetrieben noch kaum genutzt, und gerade in der Prignitz sei das Erkennen von Potenzialen jenseits der klassischen Berufseinsteiger – beispielsweise bei älteren, an- und ungelernten sowie bei Menschen mit Behinderungen wichtig. „Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Unternehmensnachfolge. Darüber machen sich Geschäftsführer häufig zu spät Gedanken, und dann, wenn es so weit ist, fehlt der zeitliche Vorlauf“, weiß Balkow, die als Leiterin des Technologie- und Gewerbezentrums Prignitz die Problematik aus der Beratung von Unternehmen kennt.

Dass das Ziel, eine Handreichung auf den Punkt zu formulieren, gut gelungen ist, bestätigt die Perleberger Unternehmerin Jenny Porep, die den Fachkräftekompass als Testleserin bekam. „Die Texte sind kurz und informativ, kommen ohne unnötige Ausführungen zur Sache. Und das beste ist wirklich, dass am Ende die regionalen Ansprechpartner mit ihren Kontaktdaten aufgeführt sind.“

Die Koordination für die Publikation übernahm Melanie Schreiber vom Regionalbüro für Fachkräftesicherung der Arbeitsagentur Neuruppin. Anlässlich der Vorstellung des Fachkräftekompasses bedankte sie sich gestern bei allen Beteiligten für die Kooperation.

Der Fachkräftekompass ist zunächst online verfügbar und kann auf den Internetseiten der beteiligten Institutionen heruntergeladen werden. „Wir wollen zunächst die ersten Reaktionen von Unternehmen abwarten und schauen, ob wir davon noch etwas einarbeiten können. Ende dieses oder Anfang nächstes Jahr ist ein Druck der Broschüre geplant“, sagt Sandra Balkow.

 

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