Olaf Waterstradt startet wieder durch

Autor Olaf Waterstradt bei einer Lesung.
Autor Olaf Waterstradt bei einer Lesung.

Nach gesundheitsbedingter, schöpferischer Pause geht der Putlitzer Autor neue Ziele an

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08. Januar 2016, 00:38 Uhr

Seit 25 Jahren widmet sich der Putlitzer Autor Olaf Waterstradt dem Schreiben. Was Anfang der 1990er als Hobby begann, wurde zehn Jahre später zum Beruf. Inzwischen sind 20 Bücher und Hörbücher entstanden, die er veröffentlichte oder bei denen er als Gastautor mitwirkte.

In den vergangenen Monaten hat Olaf Waterstradt einen Bildband mit Putlitzer Ansichten unter dem Titel „Silbergrau liegt sacht dein Haar“ zusammengestellt. Historische Postkarten, die alte Straßenzüge zeigen sind ebenso enthalten wie Kleinode, die in Privathaushalten lagen, etwa ein Putlitzer Ehrenpokal von 1913, von dem niemand mehr weiß, wozu er von der Stadt gestiftet wurde. Ein Stammtisch-Aufsteller des Putlitzer Knobelvereins von 1930 findet sich darin, ein über hundert Jahre alter Meisterbrief und viel Interessantes mehr. Auf 172 Seiten sind etwa 250 Fotos zu bestaunen. Der Bildband ist in der Putlitzer Stadtbibliothek/Infothek erhältlich.

Eine Krankheit hatte Waterstradt zu einer längeren „schöpferischen Pause“ gezwungen. „Inzwischen bin ich wieder ganz der Alte“, versichert er. Das bedeutet auch, dass er seine Lesungen wieder aufnimmt. Mit diesen war er bundesweit unterwegs und auch im Fernsehen präsent.

Weit über die Prignitz hinaus hat sich Waterstradt einen Namen als Festredner gemacht. Egal, was es zu feiern gibt, der Putlitzer fühlt sich im privaten wie im gewerblichen Bereich zu Hause. Und so verwundert es nicht, dass sein Angebot sehr vielseitig ist: Hochzeiten und Ehejubiläen begleitet er ebenso gern wie Firmeneröffnungen und deren Jubiläen. Wo Festreden gefragt sind, ist Waterstradt am Start und schreibt die Redemanuskripte, die er gern auch selbst vorträgt. In einigen Unternehmen gehört es zum guten Ton, Olaf Waterstradt als Festredner zu engagieren. Auch Vereins-und Gemeindechroniken stammen aus seiner Feder, ebenso persönliche Memoiren seiner Auftraggeber und deren Unternehmen.

„Als freiberuflicher Autor ist es spannend, ich weiß nie, wie der nächste Auftrag lautet. Man lernt jede Menge interessanter Menschen und Betriebe kennen, da heißt es immer hochkonzentriert in die Gespräche zu gehen. Das ist die Basis für originelle Reden und Schriften. Nullachtfünfzehn ist nicht meine Sache, das wissen alle, die mit mir schon mal gearbeitet haben“, sagt der 56-jährige mit einem Lächeln auf den Lippen.

Schreibt er nicht an Reden, schreibt er an seinen Büchern. Seit 2009 widmet sich Waterstradt der Satire und war lange mit seinen beim Eulenspiegel-Verlag erschienenen Werken unterwegs, brachte sein Publikum weit über die Landesgrenzen hinaus zum Lachen.

Aber der Autor will sich nicht auf seinen Lorbeeren aus, für 2016 ist ein weiteres lustig-satirisches Buch geplant, eine Vereinschronik zur Sportgeschichte von Meyenburg und weitere Festreden aller Art stehen bereits im Terminkalender.

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