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Stadtverkehr Wittenberge : Ohne Umweg wieder nach Hause

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Prignitzer Verkehrsgesellschaft ändert Fahrroute - Passagiere kommen aus der Innenstadt direkt zurück in den Gehrenweg

von
erstellt am 22.Okt.2014 | 08:00 Uhr

Seit Wochenbeginn geht es für Buspassagiere, die aus dem Stadtzentrum Richtung Külz-Berg und Schwanenteich fahren, wieder ohne Umweg über das Kaufland bzw. WEZ nach Hause. Der Geschäftsführer der Prignitzer Verkehrsgesellschaft GmbH, Manfred Prause, sagte im Gespräch mit dem „Prignitzer“: „Wir haben mit der Änderung auf die Wünsche und Hinweise von Bürgern reagiert.“

Am 25. August war mit dem Fahrplanwechsel eine neue längere Rundtour durch die Stadt installiert worden. Die Idee dahinter: „Wir wollen mit dieser Linie 941 ein größeres Einzugsgebiet erschließen.“ Dieses „Wir“ von Prause schließt die Stadt ein, „mit der wir diese Pläne besprochen und abgestimmt haben“. Die Verkehrsgesellschaft verweist darauf, „dass damit sieben Haltestellen in der Stadt neu dazu gekommen sind“.

Trotz der guten Absicht stieß die Linienänderung, wie der „Prignitzer“ bereits wenige Tage nach Inkraft treten des neuen Fahrplans vermeldete, auf Kritik. Inge Fluch beispielsweise bemängelt, dass sie mit dem Bus vom Gehrenweg aus zwar in die Innenstadt kommt, aber nicht auf direktem Wege wieder zurück nach Hause. Denn anders als im alten Fahrplan hält der Bus in Richtung WEZ nun nicht mehr im Gehrenweg. Mit ihr beschwerten sich andere Wittenberger. „Es ist täglich Gesprächsthema im Bus, viele Leute sind mit diesem Fahrplan nicht einverstanden“, berichtete auch unsere Leserin Elke Arndt.

Wer nach dem Fahrplanwechsel mit dem Bus aus dem Stadtzentrum in den Gehrenweg wollte, fuhr nicht allein die größere Rundtour über Kaufland und WEZ, sondern musste dort auch noch eine Wartepause von mehr als einer Viertelstunde einplanen, bevor die Fahrer ihre Busse wieder Richtung Külz-Berg und Gehrenweg in Bewegung setzen.

Seit Montag machen die Busse, bevor sie die Haltestellen an den Markstandorten anfahren, jetzt den Schlenker durch den Gehrenweg und erreichen über den Rabensteig die Lenzener Chaussee.

Auf die Frage, warum Verkehrsgesellschaft und Stadt nicht gleich so geplant hätten, sagt Prause: „Wir hatten die Situation anders eingeschätzt.“

Auch die Frage, weshalb nach den Kritiken von Bürgern fast acht Wochen ins Land gehen mussten, bis die Verkehrsgesellschaft reagierte, sagt der Geschäftsführer: „Es braucht eine gewisse Zeit, um logistisch neu zu planen.“ Denn ein Fahrplan sei vielfach verzahnt. Außerdem musste die Genehmigungsbehörde beim Landesamt für Bauen und Verkehr noch ihre Zustimmung geben.

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