zur Navigation springen
Der Prignitzer

15. Dezember 2017 | 18:54 Uhr

Österreicher bauen Dämmstoffwerk

vom

svz.de von
erstellt am 04.Okt.2012 | 09:20 Uhr

Wittenberge | Die rosafarbenen Platten, die die beiden Geschäftsführer der Austrotherm, Peter Schmidt und Gerald Prinzhorn, am Dienstag im Rathaus präsentieren, sind leicht und gleichzeitig druck- sowie wasserresistent. Es ist XPS-Dämmstoff. Und der sei zunehmend gefragt vor allem für die Dämmung in Keller- und Dachbereichen. Der neue Standort werde die Möglichkeiten verbessern, XPS nach Nord-, Ost- und Mitteldeutschland zu liefern sowie nach Polen, Skandinavien und in die Beneluxstaaten zu exportieren. In Deutschland ist die Austrotherm GmbH seit 2001 mit einer Vertriebsmannschaft vertreten. Hier in Wittenberge entsteht der erste Produktionsstandort.

Dass die Elbestadt im Vergleich mit anderen Standorten punkten konnte, hat, so war am Dienstag aus dem Mund der Österreicher zu erfahre, nicht allein objektive Gründe. Natürlich fällt ins Gewicht, dass Wittenberge in absehbarer Zeit über die A 14 zu erreichen sein soll. Das Polystyrol als Grundstoff für die Dämmplattenproduktion und die fertigen Produkte werden per Laster transportiert, die noch über die B 189 kommen müssen. Auch die uneingeschränkt stabile Energieversorgung, die die Stadtwerke garantieren können, fiel bei der Entscheidung ins Gewicht. Die Produktion ist energieaufwendig.

Bei der Entscheidung der Austrotherm, sich in Wittenberge niederzulassen, spielte aber auch eine Rollen, dass die Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB) vor allem in der Person von Gudrun Fahrland sowie die Stadtvertreter, allen voran Bürgermeister Dr. Oliver Hermann, den Investoren ihre Entscheidung erleichterten. "Es hat sich gezeigt, man muss erschlossene Industriegebiet vorhalten, auch wenn das ein gewisses Risiko ist. Es ist aber die bedeutende Voraussetzung für eine erfolgreiche Ansiedlung wie diese", ist das Stadtoberhaupt überzeugt und spricht mit Blick auf Austrotherm von einer Stärkung des hiesigen Indus triestandortes.

Die österreichischen Investoren wollen nach eigenem Bekunden auch mit Blick auf mögliche Erweiterungen ein Gelände von 10 Hektar an der B 189 nördlich der Lebenshilfewerkstätten erwerben. Förderanträge für die Investition seien gestellt, sagt ZAB-Mitarbeiterin Gudrun Fahrland, aber noch nicht entschieden. Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers spricht auf jeden Fall davon, dass die Ansiedlung in Wittenberge den Mittelstand in Brandenburg als Rückgrat der Wirtschaft im Land stärkt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen