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Der Prignitzer

24. November 2017 | 19:46 Uhr

Ölmühle: Vorbereitung für Hausbau

vom

svz.de von
erstellt am 19.Apr.2013 | 06:05 Uhr

Wittenberge | Vom Königsdeich aus sind die Raupen gut zu sehen, die hellen Sand auf dem Ölmühlgelände zwischen Denkmalspeicher und dem Bahndamm verteilen. Was geschieht dort? Mehrfach wandten sich in der letzten Zeit Wittenberger mit dieser Frage an ihre Heimatzeitung. Der "Prignitzer" fragte beim Eigentümer des Areals, der Genesis GmbH, nach. Siegfried Reinhardt gibt in ihrem Namen Aufschluss. "Vor gut drei Jahren, am 26. Februar 2010, stellte die Genesis GmbH an die Stadtverwaltung einen Antrag zum Durchführen eines Bebauungsplanes auf dem Freigelände zwischen dem Speicher und dem Bahndamm für eine mögliche spätere Nutzung als Gewerbe- und Wohnflächen."

Dazu war es notwendig, dass diese Fläche, sie ist zirka 40 000 Quadratmeter groß, auf mögliche Altlasten untersucht wird. 2012 fand laut Reinhardt die sehr aufwendige Untersuchung der Boden- und Luftverhältnisse in Abstimmung mit dem Landkreis Prignitz, Abteilung Bodenschutz, dem Umweltministerium des Landes Brandenburg und der BVS statt. Als Ergebnis kann Reinhardt vermelden: "Es wurde keine Gefährdung für die menschliche Gesundheit festgestellt." Die anschließenden Bodenuntersuchungen sowie auch Rammsondierungen ergaben lediglich Bestandteile von alten Mauerwerken und Fundamenten - Reste aus dem Abriss ehemaliger Gebäude der Märkischen Ölwerke. Diese, für den Mensch ungefährlichen Mauerreste verbleiben im Boden.

Reinhardt erklärt, wie es weitergeht: "Um nun einen Teil von zirka 20 000 Quadratmetern für die Wohnbebauung herzurichten, werden 80 Zentimeter Füllboden aufgebracht, der zweimal verdichtet wird." Somit würden problemlos gute Voraussetzungen für eine Wohnbebauung direkt am Wasser hergestellt. Die Arbeiten werden derzeit von der Firma Ostbau, die die öffentliche Ausschreibung gewann, ausgeführt. "Nach der Fertigstellung wird unser Genesis-Planungsbüro Kostka-Regio-Plan Pritz walk dann weitere Schritte einleiten, um den Bebauungsplan für das städtische Parlament genehmigungsfähig zu gestalten." Wie Reinhardt anfügt, wird mit der Aufschüttung um 80 Zentimeter ein weiterer Effekt erreicht. "Nämlich der, dass die im Rahmen des Hochwasserschutzes vorgesehene Erhöhung der Spundwand nicht mehr benötigt wird. Das heißt, die Aufschüttung ist auch eine Hochwasserschutzmaßnahme."

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