Negativer Trend bei Schülerzahlen : Oberschule Glöwen muss zittern

Zu wenig Anmeldungen gibt es an der Oberschule in Glöwen.
Zu wenig Anmeldungen gibt es an der Oberschule in Glöwen.

Zu wenige Schüler haben sich für die 7. Klassen angemeldet / Gemeinde hofft auf Ausnahmegenehmigung

von
06. Mai 2017, 12:00 Uhr

Es wird im kommenden Schuljahr nicht an allen Gymnasien und Oberschulen drei neue siebente Klassen geben. Völlig offen ist noch, wie es an der Oberschule Glöwen weiter gehen wird. Dort gibt es zu wenige Anmeldungen von Schülern, teilte auf Anfrage das Bildungsministerium unserer Zeitung mit.

„Die Einrichtung von Klassen in der Jahrgangsstufe 7 an der Oberschule Glöwen ist noch offen“, so das Ministerium. Die regulär erforderliche Anzahl von Schülern unterschreitet die Schule deutlich, aber selbst die erforderliche Mindestschülerzahl für eine Ausnahmegenehmigung von 2 x 12 Schülern wird laut Ministerium „deutlich unterschritten“.

Bereits im vergangenen Jahr war Glöwen das Sorgenkind in der Prignitz. Nur zwölf Schüler hatten sich mit ihrem Erstwunsch für diese Oberschule entschieden. Zu den zwölf kamen neun Schüler mit einem sonderpädagogischem Förderbedarf und sechs fremdsprachige Schüler dazu. Für diese 27 Schüler erteilte das Bildungsministerium eine Ausnahmegenehmigung zur Bildung der Klassen. Weniger als zwei Klassen dürfen nicht eröffnet werden.

Das Staatliche Schulamt ging in einer Prognose auch für dieses Jahr von fremdsprachigen Kindern aus, die mit Asylbewerbern in die Prignitz kommen, doch der Flüchtlingsstrom blieb aus. Glöwen ist die letzte ländliche Oberschule jenseits der Städte Wittenberge, Perleberg und Pritzwalk. Zugleich ist sie die einzige in Trägerschaft einer Gemeinde, in diesem Fall Plattenburg. Mit 3500 Einwohnern ist es die kleinste Gemeinde im Kreis.

Bürgermeisterin Anja Kramer weiß von dem Problem und kennt nach eigener Aussage auch nicht die genaue Zahl der Anmeldungen. Sie hoffe aber auf eine Ausnahmegenehmigung und sie kündigt an, dass die Gemeinde weiter für den Erhalt der Schule kämpfen werde.


Nur zwei Klassen am Gymnasium?


An allen anderen weiterführenden Schulen reichen die Anmeldungen aus, so das Ministerium. 202 Grundschüler wollen an die drei Gymnasien, 242 an die Oberschulen wechseln. Die genauen Zahlen pro Schule stehen aber noch nicht fest. Gespräche mit Eltern werden noch geführt, da nicht an jedem Standort drei siebente Klassen eröffnet werden.

Daher kann es sein, dass einige Schüler nicht an ihre Wunschschule kommen, sondern ausweichen müssen. Zuletzt hatte das Schulamt dem Gymnasium Perleberg eine dritte siebente Klasse im Schuljahr 2015/16 verwehrt.

Bis Ende Mai sollten alle Eltern Gewissheit haben, an welcher Schule ihr Kind nach den Sommerferien unterrichtet wird. Der Postausgang für alle Aufnahme- und Zuweisungsbescheide ist laut Ministerium der 24. Mai 2017.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen