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Der Prignitzer

24. Oktober 2017 | 00:32 Uhr

Obdachlose müssen umziehen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Perleberg strebt ebenfalls Betreuung durch Awo an Unterkunft befindet sich in Groß Pankow

von
erstellt am 30.Nov.2016 | 09:42 Uhr

Nach Wittenberge will auch Perleberg die Betreuung von Obdachlosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten Bürgern, wie es im Amtsdeutsch heißt, der Awo-Arche Prignitz gemeinnützigen GmbH übertragen. Dafür votierte der Hauptausschuss und empfiehlt gleiches der Stadtverordnetenversammlung. Stimmt jene am heutigen Donnerstag zu, dann wird Bürgermeisterin Annett Jura beauftragt, einen entsprechenden Vertrag zu unterzeichnen, der zum 1. Januar 2017 in Kraft treten soll.

Derzeit besteht in diesem Bereich eine Kooperation mit Wittenberge. Im Klartext: Obdachlose aus Perleberg nutzen die Unterkunft in Wittenberge. In den Jahren 2014 und 2016 wurden je ein Obdachloser aus Perleberg dort untergebracht 2012 und 2013 waren es jeweils zwei. Vertraglich wurde auch der Kostenanteil geregelt, mit dem Perleberg dabei war. Dieser betrug für die Rolandstadt 25 Prozent der Gesamtkosten an der Obdachlosenunterkunft. Für 2015 waren das 8173 Euro.

Wittenberge strebt nun eine grundlegende Änderung aufgrund fehlender Abdeckung der sozialen Betreuung an. Die Elbestadt beabsichtigt, diese Aufgabe der Awo-Arche Prignitz zu übertragen. Entsprechend wurde der Vertrag mit Perleberg zum 31. Dezember 2016 gekündigt. Im Umkehrschluss heißt das, auch Perleberg muss sich was überlegen, denn die Unterbringung der Obdachlosen ist eine Pflichtaufgabe der Kommune.

Seit dem 1. Januar 1999 organisiert die Awo-Arche in einem sogenannten Trägerverbund die Obdachlosenunterbringung und -betreuung. Mitglieder sind die Gemeinden Gumtow, Plattenburg, Groß Pankow, die Ämter Putlitz-Berge und Meyenburg sowie die Städte Pritzwalk und Kyritz. Zwei Angestellte betreuen die Obdachlosen in der Unterkunft in Groß Pankow. Zugleich leisten sie „präventiv aufsuchende Sozialarbeit“, so Dietra Schwarz, zuständige Bereichsleiterin. Denn Ziel sei es, Menschen vor dem Abgleiten in die Obdachlosigkeit zu bewahren. Insbesondere dieser präventive Bereich wurde durch Perleberg bisher als Aufgabengebiet nicht abgedeckt.

Kommt der Vertrag zustande, wird Perleberg entsprechend einem Einwohnerschlüssel im neuen Jahr Kosten in Höhe von 19 151 Euro übernehmen.

 

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