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Der Prignitzer

19. November 2017 | 22:50 Uhr

Tempolimit : Nur noch mit 50 durch den Ort

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Groß Buchholz hat Erfolg: Ortstafeln kommen. Ortsvorsteherin zufrieden: Jahrelanger Kampf hat sich ausgezahlt

von
erstellt am 04.Mär.2017 | 12:00 Uhr

„Die beantragten Ortstafeln werden durch den Landkreis für die Ortslage Groß Buchholz im Bereich der L 10 und L 102 angeordnet. Der Vorgang befindet sich derzeit in der abschließenden Bearbeitung.“ Kurz und knapp ist die Mitteilung des Landkreises auf die Anfrage des „Prignitzer“ zum aktuellen Stand. Eine Nachricht, die für große Freude bei den Groß Buchholzern sorgt, wie Ortsvorsteherin Nadja Schwark bestätigt. „Wir haben es geschafft. Offensichtlich haben unsere Argumente hinsichtlich einer geschlossenen Ortslage und damit 50 km/h nun doch überzeugt.“

Auf dem Weiberabend, zu dem sich die Frauen des Dorfes regelmäßig treffen, habe sie die Nachricht gleich verkündet. Alle waren sprichwörtlich aus dem Häuschen vor Freude.

Seit vielen Jahren kämpft Groß Buchholz für eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Ob Pkw, Laster oder Sattelzug, alles rollt mitten durch das Örtchen. Denn die L 10 trennt das Dorf. Und auf dieser Landesstraße werde alles andere als vorschriftsmäßig gefahren, ist der Tenor seit fast zehn Jahren auf jeder Einwohnerversammlung. Die Groß Buchholzer plädierten so für eine Beschilderung, die diesen Bereich als Ortslage ausweist. Fachlich richtig: Verkehrsrechtliche Anordnung für Ortstafeln.

60 km/h sind in besagtem Bereich derzeit erlaubt, was bei den Groß Buchholzern kaum auf Verständnis stieß. Nicht zuletzt, weil der Schulbus hier hält. Das Argument, es sei kein Unfallschwerpunkt, seit 2013 ereignete sich nur einer, wie die Polizei auflistete, überzeuge wenig angesichts der Blechlawine, die mit beachtlicher Geschwindigkeit ihren Weg durchs Dorf nimmt. Täglich sind es durchschnittlich gut 2000 Fahrzeuge, die durch Groß Buchholz rollen. Das ergab eine Zählung Ende September 2016, also vor der Umleitung aufgrund der Bauerei auf der B 5.

Die Umleitung aber brachte das Fass zum Überlaufen. Kurzzeitig machten die Groß Buchholzer die Straße dicht, um endlich gehört zu werden. Daraufhin gab es Anfang Februar einen Termin vor Ort Anliegen sei es gewesen, sich mit den Behörden zu verständigen, um im Interesse der Groß Buchholzer auszuloten, ob es eine Lösung geben könne. Und die gibt es nun.

Joachim Jahrow, Chef der örtlichen Feuerwehr, ist einer, der immer wieder den Finger in die Wunde legte. „Toll, endlich. Statt Geschwindigkeitsbegrenzung bekommen wir nun Ortstafeln und damit rechtlich eine ganz andere Handhabe.“ Er wie auch Nadja Schwark betonen in diesem Zusammenhang immer wieder die Unterstützung der Stadt, vor allem seitens Robert Kazmierczaks, zuständig für alle Belange des Straßenverkehrs. Er habe nicht nur Schreiben an die zuständigen Behörden verschickt. „Für uns war er Ansprechpartner und kompetenter Fachmann. Als solcher hat er mit uns und für uns gekämpft.“

Als Stadt habe man seit Jahren auf jeder Signalschau die Problematik Groß Buchholz angesprochen. Im Zuge der Umleitung aufgrund der Baumaßnahme auf der B 5 habe man noch einmal alle rechtlichen Grundlagen aufgelistet und beim Ortstermin den Standpunkt der Kommune deutlich gemacht. Dem Antrag hat man nun stattgegeben, so Robert Kazmierczak, der auch froh ist, dass dieses jahrelange Problem endlich eine Lösung gefunden hat, die auch dem Bürger vermittelbar ist.  

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