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Touristisch werben für Kreisstadt : Nun offiziell Rolandstadt Perleberg

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die erste Ortstafel mit Namenszusatz wurde jetzt aufgestellt. 17 weitere folgen.

von
erstellt am 27.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Die erste von 18 neuen Ortstafeln steht: Kreisstadt Rolandstadt Perleberg. Offiziell und standesgemäß im Beisein des Perleberger Rolands wurde sie gestern eingangs der Stadt aus Richtung Weisen aufgestellt. Der gestandene Recke, der seit dem Jahre 1498 von seinem steinernen Sockel aus über Perleberg wacht und als Sinnbild für Stadtrecht, eigene Gerichtsbarkeit und damit Freiheit steht, bekam dabei ritterliche Unterstützung. Eigens zu diesem feierlichen Akt angereist kamen der Roland zu Brandenburg, alias Heinz Moria, der Roland aus Burg in persona von Hans-Georg Tietz, der Roland aus Calbe an der Saale mit gutbürgerlichen Namen Heinrich Kuhnert und der Haldenslebener Roland, verkörpert von Yves Rösener. Sie alle stehen für das Netzwerk der Rolande, dem mit Perleberg 16 Orte angehören. Voraussetzung für eine Mitgliedschaft ist: Der Roland muss echt, authentisch, das heißt er muss im 14. Jahrhundert urkundlich bzw. in einer Chronik erwähnt worden sein, ist von dem Rolandforscher Dieter Pötschke zu erfahren. Dem Rätsel, das sich bis heute um diese Symbolfigur rankt, sei man weiterhin auf der Spur. Denn jeder Roland habe seine in die des Ortes eingebettete Geschichte, stehe für Marktgerichtsbarkeit oder Blutgerichtsbarkeit, für Recht, Gesetz und Ordnung. Die Erforschung des Ursprungs und der Bedeutung der Rolande, wie auch die Stadtgeschichte einzelner Rolandorte und der rechtshistorische Hintergrund sind so auch Bestandteil der Rolandroute unter dem Motto „Erlebte Stadtgeschichte“. Die wolle man übrigens in Richtung Frankreich ausrichten. Das Rolandlied sei für die Franzosen, was das Nibelungenlied für uns, so Pötschke.

Mit dem Zusatz Rolandstadt haben vor allem auch kleine Orte wie Perleberg ein Symbol, das insbesondere im touristischen Marketing eine gewichtige Rolle spielen kann und soll, wie Bürgermeisterin Annett Jura betonte. Geld gebe es nicht, dafür Ruhm, wenn es gelingt, was daraus zu machen. „Und das wollen wir“, so Annett Jura. In den nächsten Tagen werden alle neuen Ortstafeln, die der Stadt 3000 Euro kosten, aufgestellt. Einzig jene in Groß Buchholz bezahlt der Landesbetrieb, da es sich hier nicht um eine Änderung handelt. Groß Buchholz bekommt damit seine Ortstafeln.  

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