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Der Prignitzer

18. Dezember 2017 | 00:05 Uhr

November: Baustart am Krankenhaus

vom

svz.de von
erstellt am 23.Sep.2013 | 11:49 Uhr

Havelberg | "Was lange währt, wird gut", da ist sich Verwaltungsdirektorin Diana Möller sicher. Die lange Wartezeit auf die Bauarbeiten im Havelberger Krankenhaus soll nun endlich vorbei sein. Seit kurzem liegt die Baugenehmigung für die Erweiterung des Klinikums zum Gesundheitszentrum vor, berichtet Michael Schlüter von der Bauförderungsgesellschaft der KMG. Im Oktober ist Start mit dem Abriss der sogenannten Handwerkerbude, die sich neben der Töpferei am Dom befindet. "Im November wollen wir dann mit dem Neubau beginnen", sagt der Projektleiter.

Der Rohbau soll bis April nächsten Jahres fertig sein. Dann erfolgt der Innenausbau. Die Zeit drängt, denn bis zur Bundesgartenschau ein Jahr später darf von der KMG-Baustelle nichts mehr zu sehen sein. Denn das Krankenhaus steht direkt am Empfangsbereich für die Buga-Besucher. Innenarbeiten sind dann noch machbar. "Wir wollten schon längst angefangen haben. Doch haben sich die Genehmigungsverfahren hingezogen", sagt Diana Möller.

Wie der Erweiterungsbau aussehen soll, muss im Detail noch mit dem Denkmalschutz abgestimmt werden. Es gibt diverse Auflagen im Eingangsbereich zum Domplatz. Vorgesehen ist, dass zwischen der Töpferei und dem dreistöckigen Erweiterungsbau ein Übergangsgebäude entsteht. Der Übergang soll mit einem Satteldach ausgestattet werden, während der Erweiterungsbau ein Flachdach erhält. Das zweite Obergeschoss soll zurückgesetzt werden. Auch die genaue Farbgestaltung ist noch nicht festgelegt. Zurzeit läuft die Ausschreibung für den Rohbau, berichtet Michael Schlüter. Die Submission ist für Ende September geplant. Der Abriss der Handwerkerbude wird noch ausgeschrieben.

Der Erweiterungsbau soll als erstes komplett fertig gestellt werden, um dann die Patientenzimmer im alten Bereich schrittweise in moderne umbauen zu können. Im Kellergeschoss des Neubaus wird das Medizinische Versorgungszentrum eingerichtet. Im Erdgeschoss wird es ebenso wie im zweiten Obergeschoss Patientenzimmer geben. Ins erste Obergeschoss zieht die Intensivstation ein. Wenn das passiert ist, kann der Umbau der alten Propstei zum Seniorenheim erfolgen.

Der Umbau des vorhandenen Gebäudes mit den Patientenzimmern muss bei laufendem Betrieb erfolgen, was die Bauleute vor große Herausforderungen stellt. Denn weder Patienten noch Mitarbeiter dürfen zu sehr belastet und der Genesungsprozess nicht behindert werden. Die Patientenzimmer erhalten Sanitäranlagen. Dreibettzimmer gehören später der Vergangenheit an. Auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter verbessern sich. "Wir halten dann für Havelberg von der ambulanten über die stationäre bis hin zur Seniorenpflege ein breites Angebot vor. Wir denken, das wird eine runde Sache. Das ist auch für viele unserer langjährigen Mitarbeiter sehr schön, denn viele sind emotional mit ihrem Krankenhaus verbunden", sagt Diana Möller. Einen Blick ins Krankenhaus will die KMG im Mai 2014 wieder mit einem Tag der offenen Tür gewähren.

Ursprünglich war dieser schon für August geplant. Doch waren viele Mitarbeiter von der Flutkatastrophe betroffen, weshalb sie die Kraft am Wochenende zu Hause benötigten. In diesem Zusammenhang richtet Diana Möller einen großen Dank an alle Mitarbeiter, die während dieser Zeit starke Leistungen gezeigt haben und Fürsorge leisteten.

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