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Der Prignitzer

18. Oktober 2017 | 09:30 Uhr

Noch einen Winter gesperrt?

vom

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erstellt am 22.Sep.2010 | 07:17 Uhr

Putlitz | Am 29. September gibt es in Kyritz einen entscheidenden Termin: An diesem Tag kommen Vertreter des Landesbetriebes Straßenwesen mit denen von bauausführenden Betrieben, von Materialzulieferern, mit Putlitz Bürgermeister Bernd Dannemann und Amtsdirektor Gerd Ehrke zusammen. Es geht um die Bauarbeiten in der Chaussee- und Karstädter Straße, die nun schon seit rund einem Jahr anhalten und deren Ende derzeit nicht absehbar ist.

Eigentlich sollte am 29. September in der Chaussee- und Karstädter Straße die Schwarzdecke aufgetragen werden. Doch bei der Kamerabefahrung, die üblich sei, bevor ein neu gebautes Straßenbett Asphalt erhält, um eventuelle Mängel zu sehen und vorher noch beheben zu können, seien auf einem "erheblichen Abschnitt etliche Schadstellen festgestellt", worden, erklärt Dannemann. Es handele sich dabei um Risse in Rohren der Regenwasserzuleitung zum Hauptkanal, "die wohl auf Material- oder Fabrikationsfehler zurückzuführen sind", so der Bürgermeister. Der Landesbetrieb Straßenwesen lasse derzeit per Gutachten prüfen, ob die anderen Straßenabschnitte ohne Mängel sind. Denn bei der Chaussee- und Karstädter Straße handelt es sich um die Ortsdurchfahrt der Landesstraße (L) 13.

Und die ist eine wichtige Querverbindung nach Karstädt und zur B 5 sowie zur Abfahrt Putlitz der Autobahn 24. Der Verkehr muss sich seit nun schon einem Jahr über die Umleitungsstrecke wälzten, nämlich die Jahnstraße. Doch diese Siedlungsstraße ist vor allem dem Schwerlastverkehr gar nicht gewachsen, von der Belästigung der Anwohner ganz abgesehen. "Wir haben vor der Ausschilderung als Umleitungsstrecke dort eine Bestandsaufnahme gemacht, wissen also, wie sie vorher aussah. Sie muss nach Fertigstellung des Straßenbaus instand gesetzt werden. Wir als Stadt werden die Mehrkosten aber nicht tragen", macht Dannemann deutlich. Auch nicht die, die seiner Meinung nach mit einer weiteren Bauverzögerung einhergehen, was allein die Baustellenabsicherung anbelange. Und der Bürgermeister macht eine weitere Forderung auf: Sollte nämlich die Ortsdurchfahrt der L 13 eine weiteren Winterbaustelle bleiben, "dann werden wir alles daran setzen, dass zumindest die Anwohner in der Chaussee- und Karstädter Straße uneingeschränkten Zugang zu ihren Grundstücken haben. Und mit uneingeschränkt meine ich, dass sie auch ihre Zufahrten benutzen können", stellt Dannemann klar. Mit anderen Worten, die Grundstückszufahrten seien aufzuschütten.

Was die Randbereiche anbelangt, wird derzeit gearbeitet, werden beispielsweise die Gehwege gepflastert. Nur am eigentlichen Straßenkörper ruht, salopp gesprochen, still der See. Wie lange das noch so sein wird, ist gegenwärtig offen. Dannemann hofft auf eine gütliche Einigung bei dem Treffen am 29. September in Kyritz. Doch selbst, wenn die erzielt werden könne, sieht der Bürgermeister die Lage recht realistisch, sprich kritisch. Denn der Herbst schreitet voran, "und überall wird versucht, noch vor dem Winter Straßen fertig zu bekommen und zu asphaltieren, da warten die nicht auf uns", spricht er das Materialproblem an. Die andere Frage sei, wielange die Temperaturen über 5 Grad plus blieben. "Bei kälterem Wetter ist es nicht mehr möglich, Schwarzdecke aufzubringen", erklärt er.

Verzögert sich der Bau aber weit in das Jahr 2011 hinein, sei der für kommendes Jahr geplante Ausbau der Ortsdurchfahrt der L 102, also der Perleberger und der verlängerten Perleberger Straße, in Gefahr.

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