Tierpark Perleberg : Neuzugang: Zwei Polarfüchse

Sie sind überaus zutraulich, die beiden Polarfüchse, die jetzt im Tierpark ihr Zuhause haben.
Sie sind überaus zutraulich, die beiden Polarfüchse, die jetzt im Tierpark ihr Zuhause haben.

Vom Herforder Zoo kam das Geschwisterpaar in die Prignitz, dafür wechselte eine Luchskatze nach Nordrhein-Westfalen

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30. Dezember 2016, 05:00 Uhr

In diesem Jahr sind die beiden Polarfüchse geboren und kommen geradewegs aus dem Tierpark in Herford. „Es ist ein Pärchen“, ergänzt Tierpfleger Karsten Künstler, der seit vielen Jahren persönlichen Kontakt zu dem kleinen Zoo hat. „Dessen Leiter und ich haben vor elf Jahren gemeinsam unseren Tierpfleger gemacht“, fügt er schmunzelnd an.

Heute trifft man sich regelmäßig bei Tagungen der Deutschen Tierparkgesellschaft. So kam es auch, dass Perleberg wieder zu Polarfüchsen kam und Herford im Gegenzug eine zweijährige Luchskatze aus der Prignitz erhielt. „Die Herforder haben sich eine neue Luchsanlage gebaut und hatten einen zweijährigen Kater bereits in Aussicht. Da passte unsere Luchsdame bestens“, so Karsten Künstler. Und offensichtlich mögen sich die beiden auch.

Sofort zuhause fühlten sich auch die Polarfuchsgeschwister im Perleberger Tierpark. Neugierig erkundeten sie gleich ihr Gehege, und auch der Lieblingsplatz war auf Anhieb ausgemacht – ein dicker Baumstamm. Von dort aus haben sie alles im Blick. Denn sofern sich ein Zweibeiner nähert, steuern beide auch schon in dessen Richtung. „Die beiden sind überaus zutraulich, lassen sich von ihrem Tierpfleger sogar aus der Hand füttern“, berichtet Karsten Künstler. Und beim Fototermin für den „Prignitzer“ zeigten die Eisfuchsgeschwister einmal mehr, dass sie auch sehr pressefreundlich sind.

Für den Perleberger Tierpark sind Polarfüchse eigentlich nicht unbekannt. „Wir hatten vor Jahren schon mal welche.“ Insofern kennt man den Umgang, weiß, was die Tiere lieben. Vor allem mögen sie es kalt. Schließlich ist die Tundra, die Schneewüste, ihr natürlicher Lebensraum. Übrigens, als einziger Vertreter der sogenannten Hundeartigen wechselt der Schneefuchs, wie er auch genannt wird, abhängig von der Jahreszeit seine Fellfarbe. Jetzt ist das Fell weiß, im Sommer eher dunkelbräunlich. In unmittelbarer Nähe zu den Neuzugängen ist dann auch das Nasenbärengehege. „Es ist so gut wie fertig. Im neuen Jahr wird hier Einzug gefeiert“, so der Tierpfleger, der sich sicher ist, dass damit neben den Eselchen und den Erdmännchen die possierlichen Kletterer schnell die Herzen der Besucher erobern werden.

Aufgepeppt wurde auch das Gehege der Kamerunschafe. Die GWG als Betreiber des Tierparks, haben faktisch als Weihnachtsgeschenk das Gehege neu umzäunen lassen. Bis auf das Wassergeflügel, das aufgrund der Vogelgrippe noch Ausgehverbot hat, sind alle Tiere zu sehen. Ein Grund mehr einen Verdauungsspaziergang zum Jahreswechsel in den Tierpark einzuplanen. Täglich von 9 bis 16.30 Uhr, letzter Einlass um 15.30 Uhr ist dieser geöffnet, außer Silvester, da nur bis zum Mittag.

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