Neustart scheitert, Lokalsender Prignitz TV gibt auf

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03. November 2014, 11:21 Uhr

Die Hoffnungen haben sich nicht erfüllt, statt Neustart gibt es den Lokalsender Prignitz TV nicht mehr. Am 1. November sollte das Insolvenzverfahren gegen die Ruppiner Medien GmbH eröffnet werden, sagte gestern Rechtsanwalt Sascha Feies, Mitarbeiter im Büro Albers, welches bis jetzt das vorläufige Insolvenzverfahren begleitet hatte.

Schon am vergangenen Freitag startete keine neue Sendung. Das bestätigte Feies: „Der Geschäftsbetrieb ist eingestellt, eine Fortführung wird es nicht geben“, sagte er. Die zehn Mitarbeiter, darunter drei aus der Prignitz, erhalten ihre Kündigung, sofern sie nicht bereits von sich aus diesen Schritt getan haben. „Es gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen“, erklärte Feies.

Diese Entwicklung war weder von den Gesellschaftern des Senders noch vom Insolvenzverwalter geplant. Beide Seiten zeigten sich Anfang September noch zuversichtlich.


Wirtschaft hat kein Interesse


„Wir haben ein Marketingkonzept. Wenn dieses greift und wir es erfolgreich umsetzen können, hat der Sender eine Zukunft“, sagte am 8. September die damalige Geschäftsführerin Cornelia Leue. Die aktuellen Schwierigkeiten seien nicht durch das laufende Geschäft, sondern durch Altlasten entstanden.

Aber diese Zuversicht erfüllte sich nicht. „Es gab keine Interessenten, es ist uns nicht gelungen, jemanden zu überzeugen“, fasste Rechtsanwalt Sascha Feies die Ergebnisse der Gespräche zusammen.

Zwar hätten Kunden aus der Region Interesse an einer Fortführung des Programms gezeigt, aber niemand sei bereit gewesen, die dafür notwendigen Verträge abzuschließen. Wirtschaftlich sei dieses private Fernsehmodell nicht tragbar, Zuschüsse gibt es nicht, so Feies.

Gesellschafter der Ruppiner Medien GmbH waren die Prignitzer Unternehmer Lutz Lange und Tom Buchholz. Im Jahr 2000 ist das Lokalfernsehen Prignitz TV der Ruppiner Medien GmbH an den Start gegangen. Anfangs nur im Kabel, war es seit diesem Jahr auch über Satellit zu empfangen.

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