Wittenberge : Neustart für den Röhlschen Garten

Aus Sicherheitsgründen wurde die Kugel Dienstag demontiert.
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Aus Sicherheitsgründen wurde die Kugel Dienstag demontiert.

Spielplatz soll erhalten bleiben / Bewohner sind um ihre Meinungen gebeten

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11. Januar 2018, 05:00 Uhr

Das Bauamt hat im Röhlschen Garten die hölzerne Kletterkugel mit dem Stahlnetz im Innern wegen vom TÜV kritisierter Mängel abbauen lassen. Der Anfang vom Ende dieses Spielplatzes?

Peggy Heyneck, im Bauamt für den Umweltbereich zuständig, sagt: „Das Gegenteil ist der Fall.“ Die Kommune denke über einen Neuanfang nach und will deshalb bald mit Bewohnern des Viertels ins Gespräch kommen.

2016 waren andere Töne zu hören gewesen. Im Mai jenes Jahres sagte Heyneck unserer Zeitung, der Spielplatz im Röhlschen Garten habe keine Zukunft. Sie erklärte damals: „Vor knapp 15 Jahren dringend benötigt, besteht heute kein Bedarf mehr, bedingt durch die Entwicklung des Jahnschul-Viertels.“ Denn es gebe dort mittlerweile mehr Grün. Und Spielmöglichkeiten hätten Kinder im SOS-Garten bei der Jahnschule und im Clara-Zetkin-Park. Das war im Mai 2016.

Nun allerdings zeichne sich doch wieder ein Bedarf ab, so Heyneck und verweist auf den Zuzug junger Leute mit Kindern. „Bevor wir aber etwas Neues hinsetzen, wollen wir mit Bürgern sprechen, fragen, was sie sich vorstellen, wie sie mit ihren Kindern den Spielplatz nutzen wollen.“ Zielgruppe sollen jene Kleinen sein, die noch von Mutti oder Vati auf den Spielplatz begleitet werden.

Ähnliche Pläne hat die Stadt gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Spielleitplanung, in der auch eine Reihe von Abgeordneten vertreten ist, für den ebenfalls 2016 angesprochenen SOS-Garten. So optimal, wie damals gesehen, ist er zum Spielen augenscheinlich nicht. Er wird nach den Worten von SOS-Hausmanagerin Doreen Schulz nur wenig genutzt. Auch für diesen Spielgarten ist nach den Worten von Heyneck zu klären, wie man ihn für welche künftigen Nutzer ausstattet.

Erste Vorschläge sowohl zum Röhlschen Garten wie auch zum SOS-Garten haben Bürger im Spätherbst auf einer Einwohnerversammlung gemacht. Auslöser für jene von den Stadtverordneten Christian Elger (Die Linke) und Marcel Elverich sowie Thomas Tiepermann (beide SPD) initiierte Zusammenkunft zum Thema Spielmöglichkeiten im Jahnschul-Viertel dürfte die wochenlange Debatte darüber gewesen sein, ob ein großer Parkplatz an der Ecke Bürgermeister-Jahn-Straße/ Schillerstraße gebraucht wird. Der Stadtverordnete Frank Heinke (Grüne) plädierte dafür, dort lieber einen Spielplatz im Grünen einzurichten und hat dafür 500 Unterschriften gesammelt. Der Parkplatz wird in modifizierter Form gebaut.

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