Neues Studium in der Pflege

Landkreis und Schule für Gesundheitsberufe begrüßen Masterausbildung zum Pflegepädagogen im Land Brandenburg

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18. März 2014, 15:29 Uhr

Brandenburg bildet künftig Pflegepädagogen aus. Damit reagiert die Landesregierung auf Forderungen aus Landkreisen und Schulen für Gesundheitsberufe wie der in Perleberg. An der BTU Cottbus, Außenstelle Senftenberg, ist in einem ersten Schritt der Studiengang Pflegewissenschaft gestartet. Dieser schließt mit dem Bachelor ab. Darauf aufbauend soll ein Masterstudium angeboten werden, bestätigt das Wissenschaftsministerium. Ob das schon zum nächsten Wintersemester der Fall sein werde, sei aber noch unklar. Dennoch liege man im Zeitplan. Bis die ersten Absolventen ihren Bachelor haben, sei der Masterstudiengang eingerichtet.

Dass dieser von enormer Bedeutung sei, haben schon im vergangenen Jahr Landkreis Prignitz und die Schule für Gesundheitsberufe Perleberg betont. „Wir begrüßen sehr, dass es nun eine Studienmöglichkeit gibt“, sagt Schulleiterin Marita Schlestein. Dieser Ausbildungsgang sei längst überfällig gewesen, erst recht, nachdem Berlin die Ausbildung eingestellt hatte.

Brandenburg drohte abgehängt zu werden, der Markt für Pflegepädagogen sei bundesweit umkämpft. Mehrfach war zuvor die Einführung des Studiengangs verschoben worden. Das hatten Marita Schlestein und der stellvertretende Landrat Torsten Uhe gegenüber Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) kritisiert und diese Ausbildung nachdrücklich gefordert. Tack hatte Anfang 2013 die Perleberger Schule besucht und zugesichert, die Einführung des Studiums voran zu treiben.

Die Ausbildung sei wichtig, um den eigenen Lehrernachwuchs an der Perleberger Schule langfristig abzusichern, so Schlestein. Der Masterabschluss sei die Voraussetzung für die Lehrtätigkeit. Zwischenzeitlich habe die Schule andere Möglichkeiten genutzt, zum Beispiel in Bielefeld.

Zwei Perleberger machen ihren Bachelor und beginnen dort auch ihr Masterstudium. „Berufsbegleitend haben drei Kollegen in Berlin an der Charité studiert, stehen jetzt vor ihrer Abschlussprüfung, bevor der Studiengang in der Hauptstadt endgültig endet“, sagt Marita Schlestein.

Die Perleberger Schule bietet 78 Plätze für die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger an. Alle seien besetzt. „Die Nachfrage ist vorhanden, aber auch wir merken, dass es weniger Schüler in der Region gibt“, so die Schulleiterin. Sie sei aber zuversichtlich, zum Start des nächsten Lehrjahres wieder eine neue Klasse mit 20 Schülern zu eröffnen.


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