Generationentreff : Neues Refugium für Jung und Alt

Schieben auch mal eine ruhige Kugel: Robin Gerstenkorn, Michel Böhmer, Gina Gerstenkorn und Alina Rossow (v.l.).
Schieben auch mal eine ruhige Kugel: Robin Gerstenkorn, Michel Böhmer, Gina Gerstenkorn und Alina Rossow (v.l.).

Bad Wilsnack hat nun einen Generationentreff im ehemaligen Kino

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11. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Richtig schmuck ist er geworden, der Generationentreff. Seit wenigen Tagen können sich Jung und Alt in den sanierten und aufgemöbelten Räumen des ehemaligen Kinos in der Havelberger Straße entspannen. „Wir haben uns schon ganz gut eingelebt“, berichten Alina Rossow (11) und Gina Gerstenkorn (13).

Die 72 Quadratmeter bieten neben einer kleinen Küche auch genug Platz für Aktivitäten. So steht im einstigen Kino-Foyer nun ein Billardtisch, der Raum nebenan ist das „Wohnzimmer“ mit einer Sitzecke. „Bald haben wir noch drei Computer-Arbeitsplätze“, blickt Gina voraus. Prunkstück des Raumes, der früher als Vorführraum diente, ist aber der riesige Spiegel, der beinahe die ganze Wand ausfüllt. „Wer will, kann die Möbel zur Seite schieben und dann tanzen“, sagt Ramona Winter, Schulsozialarbeiterin der Elbtalgrundschule, die sich um die Kids kümmert. Immer freitags von 18 bis 20 Uhr wollen sich die Jugendlichen in dem Haus treffen. Sie sind stolz auf die neuen Räume und haben auch anstrengende Zeiten hinter sich. Die Möbel und einige Deko-Utensilien aus dem alten Jugendklub mussten eingepackt und an ihrem neuen Bestimmungsort wieder ausgepackt und aufgestellt werden. Die Jungs übernahmen die Möbel, die Mädchen die kleineren Sachen. „Außerdem haben wir die Küchengeräte und unsere früheren Klubräume sauber gemacht“, fügt Alina an.

Doch nicht nur die sollen sich in den Räumen wohlfühlen. „Wir sind ein Generationentreff. Er ist auch für Ältere gedacht“, weiß Ramona Winter. Bad Wilsnacks Bürgermeister Hans-Dieter Spielmann ist stolz auf das kleine Prunkstück im Stadtzentrum. „Es ist schön, dass es gelungen ist, die Räume so herzurichten. Es hat ja einige Zeit gebraucht, diese Idee zu verwirklichen“, sagt er mit Blick auf das schwierige Fördermittelverfahren. Letztlich hat es aber geklappt. Rund 18 000 Euro der Projektkosten werden von Fördermitteln gedeckt, die Stadt gab weitere rund 6000 Euro dazu.

Mit verantwortlich für die gelungenen Umbauten ist Bauleiterin Annette Schulz. Die Grundlagen wie Wasseranschluss, Heizung, Toiletten und Elektrik waren vorhanden, mussten aber teilweise modernisiert werden, berichtet sie. So gibt es nun auch ein behindertengerechtes WC. Aus dem Vorführraum musste ein Wohnzimmer werden. „Hier standen noch die alten, riesigen sowjetischen Vorführmaschinen“, erzählt Annette Schulze. Die mussten erstmal rausgebracht werden. Seit Ende der 1990er Jahre stand das Kino leer, die Besucherzahlen gingen vorher zurück, dann hätte auf eine neue Technik umgestellt werden müssen. Das lohnte sich nicht mehr. Nun ist der Generationentreff eingezogen. Von außen ist er leicht an dem großen Schriftzug an der Hausfassade zu erkennen. Die Schlüsselgewalt haben die Gemeinde und Ramona Winter. Wer möchte, soll künftig hier auch kleine Feiern ausrichten können. Für Erwachsene kostet die Nutzung einen kleinen Obolus, die Jugendlichen zahlen nichts. Hans-Dieter Spielmann dankt allen Sponsoren, die sich an dem Umbau beteiligt haben.

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