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Sanierung und Umbau : Neues Leben in der Tuchfabrik

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Erster Bauabschnitt fertig: Bildungsgesellschaft zieht ein / 30 Wohnungen folgen bis Jahresende

Die Pritzwalker Bildungsgesellschaft kann in die neuen Räume in der ehemaligen Tuchfabrik einziehen. Der erste Bauabschnitt der Sanierungs- und Umbauarbeiten ist abgeschlossen. Gestern war die Übergabe.

Es handelt sich um ein ziemlich großes, unter Denkmalschutz stehendes, Industriebauwerk. Den vorderen, an der Dömnitz gelegen Teil, nutzt die Bildungsgesellschaft für sich. In dem früheren Verwaltungstrakt kommen Wohnungen hinein und im hinteren Teil wird ein Museum Platz finden. Gefördert wurde der erste Bauabschnitt mit 2,3 Millionen Euro durch das Land Brandenburg. 1,1 Millionen Euro gab die Stadt.

Auch die früheren Eigentümer und Firmengründer engagieren sich. Die Familie Quandt spendet für den Umbau der Tuchfabrik 1,5 Millionen Euro. Zusätzlich gewährte die Familie der Stadt ein zinsloses Darlehen in Höhe von weiteren 1,5 Millionen Euro. „Dadurch konnte Pritzwalk leichter und vor allem schneller die Eigenmittel aufbringen, um die Förderung des Landes zu bekommen“, sagte gestern Bürgermeister Wolfgang Brockmann mit Blick auf Stefan Quandt, der persönlich gekommen war. Es sei nicht leicht, ein Industriedenkmal mit überregionalem Rang so zu sanieren, dass es den heutigen, modernen, Ansprüchen genügt und dennoch der historische Charakter erhalten bleibt. Stefan Quandt machte deutlich, dass es ihn sehr freue zu sehen, was aus dem Gebäude geworden ist, das Emil Quandt 1879 als Tuchfabrik aufbaute.

„Bildung 4.0 ist das Stichwort und so, wie früher hochwertige Rohstoffe zu Kleidung verarbeitet wurden, werden heute kostbare Rohstoffe zu Perspektiven, Projekten und Programmen. Die jungen Menschen brauchen vor Ort eine Ausbildung. Hier ist ein Ort der Ideen entstanden“, sagte Stefan Quandt.

Landrat Thorsten Uhe machte deutlich, dass die Pritzwalker Bildungsgesellschaft mit ihrer Bedeutung im dualen Ausbildungssystem gemeinsam mit den Unternehmen der Region eine große Verantwortung habe und weit über die Grenzen der Prignitz lokal, national und international ausstrahle.

Ihr Geschäftsführer Jörg Ahlgrimm dankte im Namen der 90 Mitarbeiter für die Unterstützung. „Für uns bedeuten diese neuen Räume Ansporn und eine deutliche Verbesserung der Arbeitsqualität.“ Unter anderem werden die Hauswirtschaftskurse der Berufsvorbereitung in dem Gebäude veranstaltet.
Im zweiten Bauabschnitt folgen bis Jahresende die geplanten 30 Wohnungen.

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