Perleberg-Festival läuft 2015 anders : Neues Konzept für 18. Auflage

„Pee Wee Bluesgesang“ rockten am 6. September den Gymnasiumshof.
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„Pee Wee Bluesgesang“ rockten am 6. September den Gymnasiumshof.

„Tatort Perleberg“ lautet das Motto des Festivals für Folk, Lied und Weltmusik / Im kommenden Jahr findet es bereits Mitte Juni statt

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13. November 2014, 12:00 Uhr

Sie sind nicht nur Schauspieler, viele habe eine eigene Band, machen Musik. Die Rede ist von den Tatortkommissaren. Einige von ihnen will der Freundeskreis Perleberg-Festival zur 18. Auflage dieses Events möglichst nach Perleberg holen – „wer und wie viele, das hängt von den finanziellen Möglichkeiten und der Gage ab“, so Uwe Steuer, einer der zehn ehrenamtlichen Mitstreiter des Freundeskreises. Seit Jahren engagieren sie sich, um gemeinsam mit der Stadt das Festival zu organisieren.

Auch in diesem Jahr war es zweifelsohne wieder ein kulturelles Highlight. 13 Bands brachten auf fünf Bühnen die Altstadt zum Klingen. Rund 570 Besucher ließen sich davon wie auch von dem einmaligen Flair der Höfe verzaubern. Unterm Strich sind es dennoch an die 130 weniger als zum Vorjahr. Und das trotz Werbung im Großformat. Denn über 3000 Euro hat man in diesem Jahr hier mehr eingesetzt als 2013. Gezwungenermaßen, denn in Wittenberge fand zeitgleich das gemeinsame Konzert von City, Jennifer Rush und Chris Norman statt und auch im näheren Umland gab es eine Reihe von Veranstaltungen. Durch eine gute Kalkulation sei es dennoch gelungen, die hohen Ausgaben für Werbung etwas abzufangen, resümiert Ulrike Ziebell, zuständige Fachbereichsleiterin in der Stadtverwaltung. Und durch die Förderung verringerte sich der Eigenanteil der Stadt um 3000 Euro. Dennoch bleibt unterm Strich ein Minus von rund 1500 Euro.

Das und die stagnierenden bzw. rückläufigen Besucherzahlen sowie immer wieder parallel geplante Veranstaltungen führten dazu, das bisherige Konzept des Perleberg-Festivals zu überdenken.

Ein Ergebnis: Terminverlegung. Die 18. Auflage soll demnach nicht im September, sondern bereits am 13. Juni 2015 stattfinden, in einer Zeit, wo im Landkreis und rundherum kaum etwas laufe, man insofern mit mehr Besucher rechnen könne, meinen die Veranstalter. Zudem wolle man das Event auf einen Tag begrenzen, was letztlich auch Kosten spare. „Mit zwei Tagen war die Region vielleicht überfordert“, räumt Uwe Steuer vom Freundeskreis ein. Das eintägige Festival-Angebot soll eine Art Testlauf sein, zeigen, ob das Angebot auch angenommen werde.

Mit dem Kinderprogramm wolle man mehr in Marktnähe ziehen, damit zugleich den Großen Markt selbst mehr beleben. Und das Festival soll wieder unter einem Motto stehen. 2015: „Tatort Perleberg“.

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