Wechsel beim Betriebshof : Neues Gesicht in der Chefetage

Wachwechsel im Betriebshof: Olaf Scheltz (l.) folgt als stellvertretender Werkleiter auf Rainer Wöhlert.
Wachwechsel im Betriebshof: Olaf Scheltz (l.) folgt als stellvertretender Werkleiter auf Rainer Wöhlert.

Im Stadtbetriebshof ersetzt Olaf Scheltz Rainer Wöhlert als stellvertretenden Werkleiter

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22. Dezember 2017, 12:00 Uhr

Dass ein gutes Netzwerk unverzichtbar ist, lernte Rainer Wöhlert sehr schnell, als er 2009 im städtischen Betriebshof als Koordinator und stellvertretender Werkleiter anfing. „Ich hatte damals von der Materie wenig Ahnung und es kam gleich ein harter Winter. Der Werkleiter war nicht da und ich musste ran“, erinnert sich der 64-Jährige, der sich zum Jahresende in den verdienten Ruhestand verabschiedet.

Es gab damals kein Salz mehr auf dem Markt, und so musste sich Wöhlert welches von seinen Perleberger Kollegen borgen. „Da habe ich gemerkt, wie wichtig Erfahrung und Kontakte sind. Ich kannte damals ja kaum jemanden.“ Das änderte sich aber schnell. Heute ist Wöhlert der, der gefragt wird. Als Koordinator ist er Ansprechpartner für seine Kollegen. Er kümmerte sich um den Winterdienst ebenso, wie um Grünflächenpflege und kleinere Reparaturarbeiten im Auftrag der städtischen Ämter.

Eigentlich ist Rainer Wöhlert gelernter Schienenfahrzeugschlosser mit der Spezialisierung auf Dieselmotoranlagen. Den Beruf lernte er im Raw. Von 1980 bis 1990 arbeitete er in der Zellwolle in der Materialwirtschaft. Rainer Wöhlert studierte Betriebswirtschaft und machte sich selbstständig. Als Berater begleitete er die Stadt bei einigen Projekten wie dem Lokschuppen. „Ich kümmerte mich zum Beispiel um die Förderanträge bei den Banken. Durch meinen damaligen Beruf hatte ich Kontakt zur Stadt und erfuhr, dass die Stelle im Betriebshof frei sei. Ich bewarb mich und wurde genommen“, erzählt der Wentdorfer.

Sein letzter Arbeitstag war bereits am 15. Dezember, von den Kollegen hat er sich verabschiedet. Bis Jahresende hat der Diplom-Betriebswirtschaftler noch Resturlaub. Langweilig wird Rainer Wöhlert ab Januar wohl nicht. „Nun habe ich mehr Zeit für meine Hobbys. Ich bin bei den Eisbadern in Cumlosen aktiv und Vorsitzender des Seesportclubs Wittenberge.“

Sein Nachfolger, Olaf Scheltz, ist seit 1. Oktober im Betriebshof dabei. Ihm stand Wöhlert in der Einarbeitungsphase schon mit Rat und Tat zur Seite. Scheltz lernte ebenfalls im Raw, allerdings ist er Tischler. „Bei der Bahn stieg ich dann 1992 in den Bereich der Berufsausbildung ein“, berichtet der 49-jährige Wittenberger. Dann wechselte er als Handwerksmeister in die Ausbildung ins Berufsbildungszentrum Prignitz. 2009 ging Olaf Scheltz zum CJD nach Perleberg und war dort als Werkstattpädagoge in der Produktionsschule tätig. „Das reichte schon in den Bereich der Jugendhilfe hinein. Ich war auch Sozialarbeiter“, sagt Scheltz, der auch einen Abschluss als Sozialpädagoge vorweisen kann. Von 2012 bis dieses Jahr war der Wittenberger Leiter der Jugendwerkstätten des CJD Prignitz. Nun der Wechsel. „Ich habe mich für den Schritt zum Betriebshof entschieden, weil ich mich beruflich verändern wollte“, sagt Olaf Scheltz. Dankbar sei er für jeden Tipp, nicht nur von Rainer Wöhlert, sondern auch von den anderen Kollegen. So ganz kann Rainer Wöhlert aber noch nicht loslassen. „Ich werde bestimmt nochmal vorbeischauen“, sagt er lächelnd.

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