Neues Gesicht bei Prignitz TV

<strong>Doppelte Frauenpower bei Prignitz TV:</strong> Neben Stefanie Rose (l.)  ist jetzt auch Cornelia Leue Geschäftsführerin der Ruppiner Medien GmbH, <foto>Petra Ferch</foto>
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Doppelte Frauenpower bei Prignitz TV: Neben Stefanie Rose (l.) ist jetzt auch Cornelia Leue Geschäftsführerin der Ruppiner Medien GmbH, Petra Ferch

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09. Januar 2013, 10:25 Uhr

Prignitz | Mehr lokales Fernsehen aus der Prignitz - das ist das Ziel, das mit der erweiterten Gesellschafterstruktur der Ruppiner Medien GmbH erreicht werden soll. Denn die strahlt Prignitz TV aus, hat ein Studio in Perleberg. Und seit Jahresbeginn nun auch zwei Gesellschafter aus der Prignitz, nämlich Lutz Lange als Privatperson und die Tebecon-Unternehmensberatung. Zudem gibt es jetzt neben der geschäftsführenden Gesellschafterin Stefanie Rose eine zweite Frau an der Spitze des Unternehmens - Cornelia Leue, die gleichzeitig weiter als Marketingleiterin auf dem Areal der alten Ölmühle in Wittenberge agiert.

"Wir haben uns zum größten der 26 lokalen Fernsehanbieter in Brandenburg entwickelt, das Geschäft ist so groß geworden, dass es allein nicht mehr zu leisten ist", macht Stefanie Rose deutlich. Zudem biete die neue Struktur die Möglichkeit, die Ruppiner Medien GmbH noch breiter aufzustellen. Da sich künftig auch kommunale Strukturen ändern werden, nach der Brandenburger Landtagswahl 2014 eine Kreisgebietsreform ins Haus stehen dürfte, ist der Einstieg in das Medien-Unternehmen, das seinen Sitz in Neuruppin hat, für die neuen Prignitzer Gesellschafter natürlich auch in diesem Hinblick interessant. Gehe es doch darum, der Prignitz mehr Gewicht zu verleihen. Das sei auch vordergründiges Anliegen der neuen zweiten Geschäftsführerin Cornelia Leue, wie beim gestrigen Pressegespräch erklärt wurde. Derzeit seien die Sendeanteile zwischen den Landkreisen Ost-Prignitz Ruppin und Prignitz etwa 70 zu 30 Prozent. Das soll künftig gleichmäßiger gestaltet werden "mit Leuten aus der Region für die Region", wie Stefanie Rose betont.

Für den Prignitzer Zuschauer sollen die nächsten Monate und Jahre gleich mehrere Vorteile bringen. So werde gegenwärtig daran gearbeitet, Prignitz TV künftig über Satellit auszustrahlen. Die Umstellung werde noch in diesem Jahr erfolgen, so dass sich damit auch die Zahl derer, die den lokalen Fernsehsender empfangen können, wesentlich erweitert. Wobei Stefanie Rose darauf verweist, dass das Programm in der Prignitz auch jetzt schon nicht nur über Kabel ausgestrahlt werde, sondern auch Online empfangen werden könne. "650 000 Klicks im Monat zeigen, dass davon im Bereich des gesamten Unternehmens rege Gebrauch davon gemacht wird", führt sie an.

Ausgebaut werden soll auch das Programm von Prignitz TV. Mehr Inhalt lautet die Devise der Gesellschafter. Denn "Lokalfernsehen kann regionale Identität stiften, die Spezifik ergibt sich aus den bewegten Bildern, diesen Vorteil müssen wir nutzen", erklärt Stefanie Rose. Derzeit läuft das Prignitzer Programm wochenweise als Sendeschleife mit aktualisierten Nachrichten am Montag und am Mittwoch.

Ziel sei es, in zwei Jahren tagesaktuell auch in der Prignitz zu senden. Das bedeute allerdings auch eine personelle Verstärkung bei Prignitz TV. Der Prozess müsse entsprechend vorbereitet werden, sei nicht von heute auf morgen realisierbar. Denn private lokale Fernsehsender wie die Ruppiner Medien GmbH müssen sich selbst finanzieren.

Beibehalten werde auf jeden Fall der Studio-Standort von Prignitz TV in Perleberg. Derzeit nutzt der Sender Räume im Lotte-Lehmann-Gebäude am Großen Markt.


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