Soziales angebot in Wittenberge erweitert : Neues Familienzentrum eröffnet

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SOS-Kinderdorf Prignitz investiert – unterstützt von Fördermitteln – an die 1,8 Millionen Euro im Jahnschul-Viertel.

svz.de von
06. Juli 2014, 22:00 Uhr

In das elbestädtische Jahnschul-Viertel ist ein Stück Lebendigkeit zurückgekehrt. Das SOS-Kinderdorf Prignitz eröffnete am Samstag dort sein neues Beratungs- und Familienzentrum. Dazu erwarb der Verein die beiden seit der Wende leerstehenden Wohnhäuser Nummer 19 und 20 in der Bürgermeister-Jahn-Straße. Ihr Innenleben wurde völlig umgekrempelt. Und das, wie Einrichtungsleiter Dr. Daniel Krause-Pongratz zur Einweihung voller Freude feststellte, unter Einhalt der vorgesehen Bauzeit von 15 Monaten.

Rund 1,8 Millionen konnte das Sozialwerk investieren, finanziert über zwei Säulen: 775 000 Euro standen als Förderung aus Stadtumbaumitteln zur Verfügung. Das andere Geld steuerte der SOS-Verein selbst bei. Dr. Krause-Pongratz bedankte sich bei allen Menschen, die dafür gespendet haben. „Sie ermöglichen es uns erst, dass wir unsere Arbeit machen können.“

Die beiden um- und ausgebauten Häuser grenzen direkt an das Bürgerzentrum an, das seit fünf Jahren mit Erfolg von SOS betrieben wird. Das neue Zentrum beherbergt neben der Erziehungsberatung einen großzügigen offenen Treff im Erdgeschoss sowie einen Kinder- und Jugendtreff. Außerdem ist es Sitz des SOS-Jugendarbeitsteams. Wie hervorragend die beiden im Innern ineinander übergehenden Häuser gelungen und ausgestattet sind, davon konnten sich viele Wittenberger – darunter auch regelmäßige Besucher des Bürgerzentrums – sowie die offiziellen Eröffnungsgäste bei Führungen überzeugen. Stark vertreten war am Samstag die Politik mit beispielsweise zwei Mitgliedern des Bundestages – Dagmar Ziegler (SPD) und Sebastian Steineke (CDU) –, mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Gordon Hoffmann – selbst einmal SOS-Mitarbeiter – mit Torsten Uhe in Vertretung des Landrats Hans Lange, mit Wittenberges Bürgermeister Dr. Oliver Hermann. Dieser wie auch Torsten Uhe würdigen das Engagement des SOS-Vereins in der Jugendarbeit und für die Familie, wünschen sich eine intensive Zusammenarbeit über Jahre, unterstreichen aber auch die große Bedeutung, die die Investition gerade für das Jahnschul-Viertel hat, „dass ich noch nie so schön wie heute erlebt habe“, sagte der gebürtige Wittenberger Torsten Uhe.

Das neue Wittenberger Familienzentrum ist eines von 25, die SOS unterhält. „Damit leisten wir unseren Beitrag zu einem guten sozialen Netzwerk in der Stadt“, ordnete der SOS-Regionalleiter Nord-Ost, Wolfgang Graßl, die hiesige Einrichtung ein. Er versicherte, „SOS wird sein differenziertes soziales Angebot hier in der Stadt langfristig aufrecht erhalten und vielleicht auch noch ausbauen“.


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