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Rathausstraße Wittenberge : Neues Dach schützt wichtiges Haus

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Aus der Redaktion des Prignitzers

WGW konserviert Rathausstraße 1 bis 3 bis die Zeit für Sanierung reif ist

von
erstellt am 01.Apr.2016 | 10:00 Uhr

Das neue große Dach, das das Eckhaus Rathausstraße 1 bis 3 in den nächsten Jahren gut behüten wird, auch wenn eine endgültige Gebäudesanierung noch auf sich warten lässt, ist fast fertig.

Die Konservierung des Hauses, so die fachlich korrekte Formulierung für die Fördermaßnahme, die dort greift, hat sich etwas länger hingezogen, als ursprünglich vorherzusehen war. Der Grund: „Wir haben über das normale Maß hinaus im Auflagebereich des Dachs Schwammbefall festgestellt“, sagt Torsten Diehn, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft (WGW). Die WGW, sie ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt, hat das großräumige Wohnhaus unlängst erworben, um es konservieren zu können. Denn die Rathausstraße 1 bis 3 gehört zu den stadtbildprägenden Gebäuden in Wittenberge. Einen eben solchen Status haben nach den Worten von Diehn am Bismarckplatz das Wohnhaus Nummer 8 und das sich an der Ecke anschließende Haus Friedrich-Ebert-Straße 14.

Die Gebäude sind seit Jahren unbewohnt. Um den Verfall zu stoppen, damit eine spätere Sanierung überhaupt noch möglich ist, hat die WGW auch jener Ecke ein sicheres Dach verpasst und im Innern – so wie in der Rathausstraße 1 bis 3 – jene Teile entfernt, die dem Erhalt der Bausubstanz abträglich sind. Ganz abgeschlossen sind die Erhaltungsmaßnahmen am Bismarckplatz noch nicht. Das für das Platzensemble bedeutsame Haus soll noch einen Anstrich erhalten. Dafür muss die Witterung stimmen, sagt Diehn.

Konservierungsmaßnahmen wie die genannten sind teuer. Diehn nennt einen sechsstelligen Betrag, den ein Projekt durchaus kosten kann und unterstreicht gleichzeitig, wie richtig es sei, „für die Stadt bedeutsame Häuser – und ausschließlich um solche handelt es sich – auf diese Weise für die nächsten Jahre zu retten“. „2007 haben wir beispielsweise die Bürgermeister-Jahn-Straße 1 gesichert. Damit blieb das Haus erhalten, bis sich eine neue Nutzung fand. Es wurde zum Mutter-Kind-Haus ausgebaut.“

Auch die Johannes-Runge-Straße 7/8 – heute ein von der WGW beispielhaft saniertes und modernisiertes Denkmalhaus – war 2007 ein Konservierungskandidat.

 

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