Feuerwehr Bentwisch : Neuer VW ersetzt betagten W 50

Die Bentwischer Kameraden mit ihrem neuen Löschfahrzeug.
Die Bentwischer Kameraden mit ihrem neuen Löschfahrzeug.

Bürgermeister und Stadtbrandmeister übergeben Kleinlöschfahrzeug

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06. April 2015, 22:00 Uhr

Die Worte von Bürgermeister Dr. Oliver Hermann anlässlich der Fahrzeugübergabe an die Bentwischer Feuerwehr hätten passender nicht sein können. „Das ist ein besonderer Tag. Was lange währt wird gut.“ So abgedroschen dieser Satz auch sein mag – für das Drama um die Ausstattung der Bentwischer Feuerwehr mit einem passenden Fahrzeug trifft er ins Schwarze.

Varianten und Ideen gab es viele, um den Kameraden einen neuen oder zumindest guten gebrauchten fahrbaren Untersatz zur Verfügung zu stellen. Zunächst sollte ein Mannschaftstransporter mit einem Tragkraftspritzenanhänger beschafft werden. Der Mannschaftstransporter kam bereits im Dezember 2010 nach Bentwisch, beim Anhänger allerdings gab es massive Probleme. Durch Kalkulationsfehler wurde das Gefährt viel teurer als zunächst gedacht, sodass die Stadt von einer Beschaffung absah.

Mit der Umstrukturierung des Fahrzeugparks der Wittenberger Wehr ergab sich im Jahr 2014 die Möglichkeit, ein Löschgruppenfahrzeug mit Tragkraftspritze nach Bentwisch abzugeben. Allerdings passte dieses wegen seiner an der Fahrzeugfront angebrachten zusätzlichen Pumpe nicht in das dortige Feuerwehrhaus. Beim Aufbauhersteller Lampe in Parchim wurde man schließlich fündig und beschaffte hier ein Kleinlöschfahrzeug auf Basis eines VW Crafter, dessen Beladung speziell auf die Bedürfnisse der Bentwischer abgestimmt ist.

„Das wichtigste für uns war die Ausstattung mit ausreichend Schlauchmaterial, da unser Ort recht lang ist und wir das Wasser von den Entnahmestellen zum Teil über weite Wegstrecken zuführen müssen“, sagt Ortswehführer Torsten Wernicke. Weiterhin sei das Fahrzeug mit zwei Pressluftatmern und Reserveflaschen ausgestattet, um auch einen Innenangriff durchführen zu können. „Mit dem Tragkraftspritzenanhänger wäre das nicht möglich gewesen.“

Stadtbrandmeister Jens Bösel betonte, dass das Fahrzeug genügend Reserven biete, um es perspektivisch weiter auszurüsten. „Wir können noch Gerätschaften bis zu 700 Kilogramm zuladen. Das ist insbesondere vor dem Hintergrund der geplanten Autobahn ein Vorteil, denn dann sind die Bentwischer am nächsten dran und müssen entsprechend ausgerüstet sein.“ Erkauft habe man diese Möglichkeit allerdings mit einem höheren zulässigen Gesamtgewicht des Fahrzeuges, sodass es nur von Mitgliedern mit Lkw-Führerschein bzw. perspektivisch Inhabern des Feuerwehrführerscheins gelenkt werden darf.

Rund 40000 Euro hat sich die Stadt das Gefährt kosten lassen. „Wir müssen die Arbeit, die die Feuerwehren leisten, unterstützen so gut wir können, und das beginnt bei einer ordentlichen technischen Ausstattung“, betonte Bürgermeister Hermann bei der Übergabe.

Mit der Indienststellung des Kleinlöschfahrzeuges geht der W  50 nach 38 Dienstjahren in seinen wohlverdienten Ruhestand. „Das Fahrzeug bleibt allerdings hier im Ort, ein Kamerad hat sich bereit erklärt, ihn zu pflegen und als Oldtimer zu erhalten, sodass wir ihn bei Dorffesten und Umzügen zeigen können“, sagt Torsten Wernicke.  

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