Wittenberge : Neuer Verein unterstützt Hospizarbeit

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In Wittenberge entsteht Einrichtung für Schwerstkranke. Fördergremium um Spenden bemüht

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01. März 2018, 20:45 Uhr

Ein weiterer Meilenstein zur Einrichtung eines stationären Hospizes in Wittenberge ist jetzt erreicht. Auf Initiative von Professor Dieter Nürnberg, Vorsitzender des Ruppiner Hospizvereins, gründete sich am Dienstag hier in der Stadt der Förderverein Prignitzer Hospiz, informiert Stephan Michelis, Projektkoordinator und Mitglied im Vereinsvorstand.

Der Förderverein wolle insbesondere das stationäre Hospiz in der Prignitz in seiner Arbeit ideell und materiell unterstützen, „um diesem möglichst günstige Rahmenbedingungen für die Erfüllung seiner Aufgaben zu ermöglichen“, so Professor Nürnberg. „Dabei ist der Förderverein zur Erreichung dieser Ziele auf Beiträge, Gelder von Sponsoren und Spenden, unter anderem von öffentlichen Institutionen und Stiftungen, angewiesen.“ Bereits bei der Vorstellung des Hospizkonzeptes im November vergangenen Jahres hatten die Akteure verdeutlicht, wie bedeutsam Spenden für den Betrieb einer solchen Einrichtung sind. Hospizpatienten bzw. deren Familien müssten, so erklärte Nürnberg, für die Pflege im Hospiz selbst nicht zuzahlen. Die Kosten würden zu 95 Prozent von den Kassen getragen. Fünf Prozent sind beispielsweise als Spenden über einen Förderverein einzuwerben. Die Größenordnung derartiger Spenden verdeutlichte Nürnberg am Beispiel des Neuruppiner Hospizes. Es handele sich dort um rund 65 000 Euro jährlich.

Dr. Torsten Bock, Facharzt für Innere Medizin, Hämatoonkologie und Internistische Onkologie aus Wittenberge, wurde zum Vorsitzenden des Fördervereins gewählt. Sein Stellvertreter ist Pfarrer und Krankenhausseelsorger Olaf Glomke aus Perleberg. „Wir sehen uns ebenso als Partner in der palliativen Unterstützung, sowohl im Krankenhaus als auch in den Pflegeheimen sowie bei den bestehenden Netzwerken und vor allem bei den ambulanten Hospizdiensten“, so Glomke. Der Förderverein wünsche sich ausdrücklich die Kooperation mit und die Unterstützung dieser ambulanten Hospizdienste in der Region.

Als Privatperson unterstützt Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann mit seiner Mitgliedschaft den Verein. „Ein stationäres Hospiz ist von großer Bedeutung für unsere Region. Für mich persönlich und als Bürgermeister ist das sehr wichtig. Wir freuen uns über jede Unterstützung.“

Wie Projektkoordinator Michelis sagt, gehen gleichzeitig die anderen Arbeiten zum Aufbau des Hospizes weiter. Parallel würden die Bauplanungen mit einem Architektenbüro und die Gründung einer Betreibergesellschaft laufen, die jetzt im Frühjahr erfolgen wird.

Als Standort sind nach Recherchen des „Prignitzer“ eine Fläche im Elsternweg und eine in der Parkstraße im Gespräch.

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