Perleberg : Neuer Sanitärtrakt für Awo-Kita

Umbaubeginn für zweite Jahreshälfte geplant / Finanzausschuss stimmte vorfristiger Freigabe von 42 000 Euro zu

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18. Juni 2015, 08:00 Uhr

Wenn der Hauptausschuss am 2. Juli und die Stadtverordnetenversammlung am 16. Juli zustimmen, sprich die Gelder vorfristig freigeben, da der eigentliche Haushalt noch nicht beschlossen ist, dann dürfte dem Umbau in der Awo-Kita „Villa Märchenland“ nichts mehr im Wege stehen. Der Finanzausschuss jedenfalls votierte am Dienstag einhellig dafür.

Geplant hat die Stadt, das Vorhaben noch in diesem Jahr, konkret für die zweite Jahreshälfte.

Zeit wird es. Es ist das reinste Kontrastprogramm was einen derzeit in der denkmalgeschützten Villa, die der Stadt gehört, empfängt. Während unten die Räumlichkeiten der Kita einschließlich Sanitärtrakt saniert und umgangssprachlich dem Nachwuchs schier auf den Leib geschneidert sind, ist eine Treppe höher die Zeit stehen geblieben. Wann der Sanitärtrakt von Grund auf das letzte Mal auf Vordermann gebracht wurde, daran kann sich Leiterin Alexandra Seidel nicht erinnern. „Zu meiner Zeit nicht, und ich bin seit 1989 hier.“ Immer wieder wurde mal das eine oder andere ausgetauscht, höher oder tiefer gehängt, je nachdem, welche Altersgruppe die Räumlichkeiten nutze – zuvor waren es die Hortkinder, jetzt sind es wieder Spatzen im Alter von drei bis sechs Jahren. So sind die Toiletten samt der bis zur Decke reichenden Trennwände für Schulkinder ausgelegt, die Spiegelfliesen zwar schon jüngeren Datums, die Spiegel hingegen schätzungsweise aus den 70ern und wohin man blickt, durchziehen Rohre und Leitungen die Räume. Modern und kindgerecht ist etwas anderes. Ganz zu schweigen davon, dass im Obergeschoss nicht einmal ein Personal-WC vorhanden ist. Ist eine Erzieherin allein mit den Kindern, dann könnte es kritisch werden.

Hygienekontrollen seitens des Landkreises haben all das wiederholt beanstandet, wie Bauamtsleiter Hagen Boddin im Finanzausschuss betonte. „Die Stadt wurde aufgefordert, dringend Umbaumaßnahmen umzusetzen“, heißt es wörtlich in der Beschlussbegründung.

Neben der Sanierung des Sanitärbereiches einschließlich Ausstattung mit einem Personal-WC gilt es zudem, noch eine Forderung des Brandschutzes umzusetzen. Konkret geht es um eine Brandschutztür im Keller, wo sich die Küche der Kita befindet. Summa summarum 42 000 Euro, einschließlich Nebenkosten, sind für das Vorhaben veranschlagt. „Es wäre ein Anfang und wir freuen uns sehr, dass dann endlich was passiert“, räumt Alexandra Seidel ein, wohl wissend, dass das nicht die letzte Baustelle in dieser Kita ist.

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