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Unfallstatistik für 2013 : Neuer Rekord bei Wildunfällen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wert von 2013 übersteigt alle Ereignisse der letzten zehn Jahre / Gleichzeitig gab es so wenig Verkehrsunfälle wie seit 1991 nicht mehr

svz.de von
erstellt am 04.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Mit 945 registrierten Wildunfällen wurde im Landkreis Prignitz der höchste Wert seit zehn Jahren erreicht. Zu diesem Ergebnis kommt die Kreisunfallkommission (KUK) nach der Auswertung des Unfallberichts der Polizeidirektion Nord. Die positive Entwicklung der Vorjahre konnte demnach nicht mehr fortgesetzt werden. Der Anteil der Wildunfälle am Gesamtunfallgeschehen hat sich im Vergleich zum Vorjahr von rund 34 auf rund 37 Prozent gesteigert (2012: 994. Deutlich wird dies auch bei der Betrachtung der Unfälle außerhalb von Ortschaften. Hier ist der Anteil der Wildunfälle von rund 71 im Jahr 2012 auf knapp 73 Prozent im Jahr 2013 gestiegen.

Demgegenüber ist die Zahl der Verkehrsunfälle 2013 im Landkreis Prignitz leicht gesunken. So ereigneten sich 2582 Verkehrsunfälle und damit 16 Unfälle weniger als im Jahr 2012. Dies ist ein Rückgang um 0,6 Prozent und stellt das beste Ergebnis seit 1991 dar. Allerdings gab es mehr Unfälle mit Personenschaden. Hier ist die Zahl von 235 auf 245 gestiegen. Die Anzahl der verletzten Personen ist dafür um elf zurückgegangen. Mit fünf getöteten Personen ist die Anzahl wieder auf den Stand von 2011 (2012: 8).

54 Prozent aller Unfälle entfallen auf die Städte Wittenberge, Perleberg und Pritzwalk und befinden sich somit innerorts. Unfallschwerpunkt hier sind die Parkplatzunfälle vor den Verbrauchermärkten. Schwerpunkte außerorts sind die Hauptverkehrsstrecken, die B 5 und die B 189.

Hauptunfallursache mit 410 Unfällen ist wie in den Vorjahren ein zu geringer Abstand (16 Prozent des Gesamtunfallgeschehens), gefolgt von überhöhter bzw. nicht angepasster Geschwindigkeit (268 Fälle), Missachtung der Vorfahrt (163 Fälle) und Alkohol (31 Fälle).

Bei Unfällen mit jungen Fahrern ist seit 2010 kontinuierlich ein Rückgang zu verzeichnen, konkret 167 Fälle im Vergleich zu 210 im Vorjahr. Mit einem Anteil von 6,5 Prozent am Gesamtunfallgeschehen entspricht dies in etwa dem Anteil an der Gesamtbevölkerungszahl des Landkreises. Bei den Senioren ist in etwa das gleiche Unfallniveau wie 2012 eingetreten. Die Zahl der Unfälle mit Radfahrern ist mit 79 relativ konstant.

Baumunfälle sind von 108 auf 107, Unfälle mit verletzten Personen von 49 auf 42 gesunken. Nach wie vor ist eine breite Unfallverteilung im Kreis vorhanden und eine konkrete schwerpunktmäßige Einflussnahme zurzeit nicht gegeben. An 35 Strecken mit dichtem Baumbestand hat die Straßenverkehrsbehörde Ende Januar Geschwindigkeitsreduzierungen angeordnet. Davon sind bisher 17 umgesetzt worden. Ihre Wirksamkeit muss beobachtet und überprüft werden.




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