Museumsfabrik Pritzwalk eröffnet : Neuer Leuchtturm der Kultur

Mehrere Hundert Gäste kamen gestern zur Eröffnung der Museumsfabrik Pritzwalk.
Mehrere Hundert Gäste kamen gestern zur Eröffnung der Museumsfabrik Pritzwalk.

Pritzwalker Museumsfabrik feierlich eröffnet. Größtes Pritzwalker Bauprojekt geht damit zu Ende

svz.de von
12. Februar 2018, 05:00 Uhr

„Die neuen Räume in der ehemaligen Tuchfabrik sind ein neuer Leuchtturm für Kultur und Geschichte, der weit über die Region hinaus strahlen wird und Pritzwalk im Herzen der Prignitz neuen Glanz verleiht“, sagte gestern der Pritzwalker Bürgermeister Dr. Ronald Thiel bei der Eröffnung der Museumsfabrik. Mit der Eröffnung des Museumsteils der früheren Tuchfabrik, die 1870 von den Gebrüdern Draeger gebaut wurde, geht das größte Bauprojekt in Pritzwalk zu Ende. Einst wurden hier Uniformen und Stoffe produzierte, nach dem Krieg war dort der Sitz des Rates des Kreises, dann stand der Komplex leer.

2012 begann das Vorhaben „sanierte Tuchfabrik“ in Pritzwalk. In drei Bauabschnitte für Bildung, Wohnen und Museum und Kultur wurden etwa 9,5 Millionen Euro investiert, so Ronald Thiel. Viele glaubten nicht an das Projekt, hatten viele Zweifel. Seinen Dank richtete Thiel auch an die Familien Quandt und Klatten, die die Sanierung und den Umbau des ursprünglichen Familiensitzes mit großzügigen Spenden unterstützt haben.

Eröffnet wurde die Museumsfabrik mit einer vom Pritzwalker Kunstverein organisierten Sonderschau des Künstlers Johannes Heisig, der in Teetz im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in einem früheren Landgasthof seine neue Heimat gefunden hat. „Heisig verleiht den kahlen Wänden nicht nur Farbe, sondern auch Seele und ich wünsche ihnen, dass sie die Wärme und Energie in den Bildern spüren“, sagte der Prignitzer Künstler Bernd Streiter in seiner Laudatio.
Die Kunstfreunde Pritzwalk, die nun meist die Räume im früheren Brauereimuseum nutzen, kündigten Veranstaltungen, Gespräche und Seminare für die nächsten Monate an.

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