Lenzen : Neuer Holzsteg soll kommen – nur wann?

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Stadt muss erst den alten Steg abreißen, dann nehmen Angler den Neubau in Angriff. Das kleine Bootshaus hat keine Zukunft

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10. Dezember 2016, 04:45 Uhr

Der öffentlich zugängliche Bootssteg am sogenannten See-Ende des Rudowers Sees wird erneuert. Wann Angler oder Bootsführer die derzeit äußerst marode und gesperrte Steganlage aber wieder betreten können, ist noch offen.

Bereits Anfang des Jahres hatte der Landesanglerverband Brandenburg (LAVB) einen neuen Pachtvertrag mit der Stadt Lenzen für die Bewirtschaftung des Rudower Sees unterzeichnet, über deren vorfristige Verlängerung zuvor noch heftig gestritten worden war. Der alte Vertrag für die Fischereichrechte galt formell noch bis 2018.

Im Zuge der neuen Nutzungsvereinbarung sollte auch die Sanierung des schon zu DDR-Zeiten errichteten Steges in Angriff genommen werden. Für die Kosten von rund 15 000 Euro wollte der Verband als Gegenleistung für die vorzeitige Pachtverlängerung aufkommen.

Zwei Varianten hatten die Angler den Behörden in den vergangenen Monaten vorgestellt. Version eins beinhaltete den Neubau der hölzernen Steganlage. „Eine Sanierung macht keinen Sinn. Der alte Steg ist komplett verrottet“, hatte Manfred Ihl vom Kreisanglerverband Perleberg dem „Prignitzer“ schon im Mai erklärt. Als zweite, schwimmende Variante nannte der KAV-Vorsitzende einen Kunststoffsteg ähnlich eines schwimmenden Pontons. Der sei haltbarer und kann im Winter aus dem Wasser genommen werden.
„Wir haben die Unterlagen bei den Naturschutzbehörden des Landkreises eingereicht. Die Kunststoffvariante wurde abgelehnt, also wird der Steg aus Holz gebaut“, berichtet Manfred Ihl nun. Bezüglich des Neubaus des Steges, der nicht mehr ganz so lang sein wird wie der alte, sei man sich mit einer dafür spezialisierten Firma bereits einig. Doch zuvor müsse der alte Steg rückgebaut werden. „Das war die Bedingung der Behörde“ so Ihl weiter. Wie schnell der Neubau nun realisiert werden kann, liege an der Stadt Lenzen, denn die sei als Eigentümer für den Abriss verantwortlich. Dies bestätigt auch Jörg Molz vom Lenzener Bauamt. Man müsse sich aber noch Kostenvoranschläge zur Realisierung des Vorhabens einholen und erhoffe sich dabei auch die Mitarbeit des Anglerverbandes.

Keine Zukunft hat dagegen das kleine Bootshaus am Steg, dass der Anglerverband jahrelang als Unterstellmöglichkeit für sein Boot nutzte. „Dort ist die Sicherheit nicht mehr gewährleistet“, erklärt Manfred Ihl und nennt andauernden Vandalismus als einen weiteren Grund des nicht geplanten Wiederaufbaus.

Sowohl Jörg Molz, als auch Manfred Ihl hoffen, dass die Bauarbeiten wegen der naturschutzrechtlichen Auflagen bis Ende März des kommenden Jahres über die Bühne gehen können. Doch die Zeit drängt.

Seit der Übernahme der Fischereirechte durch den Landesanglerverband Brandenburg sind der Kreisanglerverband Perleberg ( sowie die Lenzener Ortsgruppe mit ihren rund 180 Mitgliedern als betreuender Verein für die Bewirtschaftungs- -und Betreuungsmaßnahmen im und am Rudower See zuständig. Die Lenzener hielten Angelstellen frei, bauten Tische und Bänke für Rastplätze und schufen Parkmöglichkeiten. All diese Arbeiten erfolgten in Absprache mit dem Amt Lenzen-Elbtalaue und den zuständigen Naturschutzbehörden.  

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