Winterdienst : Neue Technik dringend notwendig

Straßenwärtin Anna Rufledt führt einen Unimog mit Geräteaufsatz vor.
Straßenwärtin Anna Rufledt führt einen Unimog mit Geräteaufsatz vor.

Kreisstraßenmeisterei informiert über den Zustand des Fuhrparks / Vorbereitungen für kalte Jahreszeit sind getroffen

svz.de von
17. September 2015, 22:00 Uhr

Der Landkreis wird kurz- und mittelfristig in seine Straßenmeisterei investieren müssen. Ein Teil des Fuhrparks ist älter als 25 Jahre, habe damit die durchschnittliche Lebensdauer von rund zehn Jahren längst überschritten. Darüber informierte Werksleiter Michael Becker die Mitglieder des Werksausschusses auf ihrer Sitzung in dieser Woche.

Den Abgeordneten zeigte er Pkw und Transporter sowie sieben Geräteträger. Sie können mit einem entsprechenden Aufsatz zum Beispiel als Kehrmaschine eingesetzt werden. Nach acht bis zehn Einsatzjahren müsse man die Wirtschaftlichkeit der Maschinen beurteilen. Die Frage lautet: „Sind die Wartungskosten eines überalterten Fuhrparks noch verhältnismäßig“, erklärt Becker.

Das einfachste wäre, einzelne Geräte und Maschinen durch den Kauf gebrauchter Fahrzeuge zu ersetzen. Aber so einfach ist es nicht. „Dafür gibt es kaum einen Markt. Stattdessen müssen wir Neuanschaffungen planen“, erläutert er und zeigt den Kreistagsabgeordneten Lkw mit Kippfläche bzw. mit einem Verladekran. Auch Transportanhänger und Anbaugeräte wie etwa Streuautomaten gehören zum Fuhrpark. Die Winterdiensttechnik sei besonders starker Korrosion ausgesetzt.

Bis 2020 soll das Gros der alten Technik ersetzt werden, kündigt Becker an. Insbesondere wolle man die Fixkosten pro Einsatzfahrzeug durch Erwerb von Fahrzeugen mit größerer Kapazität und geringerem Wartungsbedarf senken. Mit dem im Kreishaushalt veranschlagten Budget komme man laut Becker gut aus. Das dürfte die Abgeordneten erfreuen. In diesem Jahr habe man die durchschnittlichen Reparaturkosten sogar schon senken können.

Hätte der Werksleiter einen Wunsch frei, dann würden zeitnah ein zusätzliches Unterstelldach und eine Schlepphalle auf dem Werksgelände entstehen.

In Anbetracht des bevorstehenden Winters wollten die Abgeordneten den Stand der Vorbereitung wissen. Das Streusalzlager sei randvoll. „Insgesamt sind es ungefähr 1100 Tonnen Salz, dabei mussten wir nur 350 Tonnen neu kaufen.“ Der Rest war nach dem milden Winter 2014/15 noch im Lager.

Ein Teil der Technik sei für den Winterdienst bereits vorbereitet worden. „Erfahrungsgemäß sind wir dann Mitte bis Ende Oktober so weit, dass wir Winterdienst fahren könnten. Je nach Witterung können wir schnell reagieren“, verspricht Michael Becker.

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