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Sanierung am Deich bei Wittenberge : Neue Straße Richtung Garsedow

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Landesumweltamt erhöht auf 210 Metern den Deich. Baubeginn ist Anfang August

Es ist soweit: Die von Rissen und Absenkungen durchzogene Straße auf dem Deich zwischen der Eisenbahnbrücke und dem Abzweig nach Garsedow wird ab August erneuert. Aber anders als ursprünglich geplant, verbindet das Landesumweltamt mit der städtischen Maßnahme den Ausbau des Elbdeichs zwischen Garsedow und Karthaner Abschlussdeich. „Es macht absolut Sinn, beide Maßnahmen zu koppeln. Denn sonst hätten wir irgendwann später noch einmal an diesen Abschnitt gemusst, wenn die Straße längst fertig wäre“, sagt Marko Oelze als zuständiger Referatsleiter im Landesumweltamt. Das Geld für den Straßenausbau erhält die Stadt zu 100 Prozent als Förderung aus dem Hochwasserhilfsfonds. Die Kosten für den Deichausbau übernimmt laut Oelze das Landesumweltamt.

„Es geht um einen Abschnitt von 210 Metern, der auf die Hochwasserschutzlinie von 7,99 Metern plus einem Meter Freibord, also einem Meter Sicherheitshöhe, ausgebaut werden muss“, erklärt Thomas Mader vom baubegleitenden Ingenieurbüro Pöyry in Perleberg.

Vollsperrung auf dem Deich

Mader fügt hinzu, dass es sich um umfangreiche Bauarbeiten handeln wird. Nach derzeitigem Planungsstand wird die Straße, die nach Garsedow und dann weiter Richtung Hinzdorf führt, voraussichtlich für drei Monate voll gesperrt sein.

„Die offizielle Umleitung wird über Breese und Klein Lüben führen“, sagt der stellvertretende Leiter im Wittenberger Ordnungsamt, Uwe Karger. Ortskundige werden sicher auf den sogenannten Berliner Weg an den Gleisen ausweichen, wenn diese unbefestigte Strecke befahrbar ist. Außerdem zweigt von der Deichstraße, die jetzt erneuert wird, gleich hinter der Elbbrücke der sogenannte Anglerweg ab. Er soll trotz Baumaßnahmen für die Petrijünger benutzbar bleiben, damit sie an die Karthane gelangen. Dieser Weg führt in seiner Verlängerung bis nach Garsedow, ist aber aufgrund seines Zustandes schwer zu befahren. Hinzu kommt, dass das Landesumweltamt in dem Bereich ein neues Biotop geschaffen hat, das möglichst unberührt bleiben soll, so das Planungsbüro.

Im Zuge von Deicherhöhung und Straßenneubau werden, so informiert das Perleberger Büro weiter, auch die noch neben dem Karthaner Abschlussdeich liegenden zwei Rohrleitungen aus ZZWW-Zeiten und ein Bahnkabel entfernt bzw. verlegt.  

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erstellt am 20.Jul.2016 | 12:00 Uhr

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