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Der Prignitzer

11. Dezember 2017 | 18:14 Uhr

Neue Riesenwaschmaschine in Betrieb

vom

svz.de von
erstellt am 31.Jan.2012 | 08:26 Uhr

Wittenberge | Das Wittenberger Fahrzeuginstandhaltungswerk hat in eine neue Waschanlage investiert. Mit einem Investitionsvolumen von rund 1,3 Millionen Euro ersetzt das DB-Werk seine alte Maschine gegen eine modernere. Gestern wurde sie im Beisein von den beteiligten Unternehmen feierlich eingeweiht.

Die Anlage, in acht Kubikmeter Wasser fasst, dient vor allem der Säuberung von Drehgestellen und Radsätzen, aber auch Getriebegehäuse und Kleinteile können in der Maschine mithilfe von Sprühbürsten gereinigt werden. Dietmar Schmidt, Werkleiter des Instandhaltungswerks, bezeichnete die millionenschwere Investition als "eierlegende Wollmilchsau", denn sie ist der vorherigen und jetzt veralteten Maschine sowohl technisch als auch ökologisch weit überlegen. "Sie bringt unser Produktionsverfahren weiter voran und berücksichtigt zugleich Umweltaspekte", freute sich Schmidt. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung der Investition für Wittenberge als sicheren Standort: "Für die Region ist der Erwerb der Anlage ein eindeutiges Signal."

Was sowohl Dietmar Schmidt als auch Hagen Riehl vom Generalauftragnehmer des Projekts, der Holdtrade GmbH, als besonders positiv hervorhoben, ist die hohe Beteiligung regionaler Unternehmen an der Abwicklung des Projekts. So war für die Demontage der alten, 1996 erworbenen Maschine und die anschließende Grubensanierung die Wittenberger Firma Aquatec verantwortlich. Ende vergangenen Jahres baute die Euro Stahl Prignitz die neue Maschine auf. Um die Elektroinstallation kümmerte sich Firma Erdmann, um die Ver- und Entsorgungsanschlüsse das Unternehmen Herosan. "Somit sind rund 25 Prozent, also etwa 325 000 Euro in der Prignitz geblieben", informierte Hagen Riehl.

Nur die Waschanlage selbst stammt von weit her: hier war die kanadische Firma Proceco, die weltweit derartige Waschanlagen exportiert, der Partner. Deren Geschäftsführer Helmut Schauer kam zur Einweihung der hochmodernen Technik nach Wittenberge. "Gemessen an der Reinigungskraft ist diese Anlage die mächtigste, die wir bislang hergestellt haben", verwies er auf die dank der beiden 75 Kilowatt-Pumpen verdreifachte Waschkraft gegenüber der alten Konstruktion. Die höhere Waschtemperatur von nahezu kontinuierlichen 80 Grad sowie die beidseitige Beschickung sind als weitere Vorteile zu nennen. Auch die Waschzeit hat sich erheblich verkürzt: Ein Drehgestell, das zuvor innerhalb von zwei bis drei Stunden gereinigt wurde, braucht nun nur noch 45 Minuten, um von Schmutz, Öl und Fett befreit zu sein. Noch eine weitere, wichtige Verbesserung: die längere Standzeit der Waschlauge. "Vorher musste die Maschine mindestens alle zwei Wochen ausgepumpt und entleert werden, jetzt ist das nur noch jeden zweiten Monat nötig", erklärte Werkentwicklungsleiter Holger Wirwich den ökologischen Vorteil der Maschine.

Kaum ist die Anlage nach der vorangegangenen, vierwöchigen Testphase seit gestern vollends in Betrieb genommen, bereitet sich das Werk, das derzeit 1043 Beschäftigte und zusätzlich 200 Dienstleister aufweisen kann, schon auf das nächste Großprojekt vor: Anvisiert ist eine neue Lagerhalle, die mit rund sieben Millionen Euro die bislang teuerste Investition des Wittenberger Instandhaltungswerks werden soll. "Wir haben Material in zweistelliger Millionenhöhe. Das soll dort lagern", sagte Dietmar Schmidt. Derzeit laufe die Genehmigungsphase. Die Grundsteinlegung sei für Juni 2012 geplant.

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